Biosphärengebiet und Geopark

Die UNESCO zeichnet Modellregionen und Naturerbe weltweit nur nach strengen Kriterien aus. Sie müssen Einzigartiges zu bieten haben - sei es im Bereich Natur, Archäologie, Kultur, Geologie oder Ökologie.

Der Landkreis Reutlingen liegt gleich in zwei Gebieten, die das begehrte UNESCO-Güte-Siegel tragen: Biosphaere_und_Geopark-Internet


UNESCO steht für "United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization" – Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.Sie ist eine von 16 Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Paris. Derzeit sind 195 Mitgliedstaaten in der UNESCO vertreten.
UNESCO-Biosphärenreservate sind international repräsentative Modellregionen. In Baden-Württemberg werden diese Regionen als Biosphärengebiet bezeichnet. Sie verwirklichen eine nachhaltige Entwicklung und erhalten Lebensräume. UNESCO-Biosphärenreservate werben für den Ausgleich der Interessen von Umweltschutz und Wirtschaft, für ein Zusammenleben von Mensch und Natur. Ein Biosphärenreservat muss verschiedene Aufgaben erfüllen, von der qualitativen Weiterentwicklung der Wirtschaftsstruktur über Naturschutzmaßnahmen bis zu Forschung und Bildung. Ein Biosphärenreservat ist in Zonen unterteilt. In den einzelnen Zonen gelten unterschiedliche Regeln. Das Weltnetz der Biosphärenreservate besteht aus einem globalen Verbund von 651 international repräsentativen Modellregionen, in 120 Staaten (Stand: Juni 2015). In Deutschland gibt es 15 UNESCO-Biosphärenreservate, welche Lernorte für eine nachhaltige Entwicklung darstellen. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist das erste in Baden-Württemberg. Zum 1. Februar 2016 startete das Biosphärengebiet Schwarzwald.
Klar räumlich abgegrenzte Gebiete mit landschaftlichen oder geologischen Besonderheiten können den Titel "UNESCO Global Geopark" beantragen. Die Auszeichnung "UNESCO Global Geopark"  ist ein Gütesiegel für Regionen mit einer einzigartigen Landschaft, besonderen Fossil- oder Mineralfundstellen oder bedeutenden geologischen Formationeneinem und Stätten mit einen Wert im internationalen Maßstab. Es geht darum den Menschen vor Ort ihr geologisches Erbe näher zu bringen, Identifikation mit der Region zu schaffen und Tourismus und eine Regionalentwicklung zu fördern. Außerdem geht es darum sich mit dem globalen Wandel und auch dem Klimawandel, den natürlichen Ressourcen und einer Katastrophenvorsorge zu beschäftigen. Derzeit sind 120 Geoparks aus 33 Ländern Mitglied des Weltnetzes (Stand: September 2015). In Deutschland sind derzeit sechs Regionen Mitglied im Weltnetz der UNESCO Global Geoparks. Geoparks unterscheiden sich voneinander, jeder hat ein einzigartiges Profil.

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