Bichishausen - Der landkreis als Burgherr

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde sie erbaut, seit Mitte des
16. Jahrhunderts war sie dem Zerfall überlassen – bis der Landkreis Reutlingen die Burg Bichishausen 1973 erwarb und renovierte. Mit Abschluss der Renovierungsarbeiten wurde die Ruine öffentlich zugänglich gemacht und ist seither ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel.

Das im Bergfried noch erhaltene ausgesprochen qualitätsvolle Buckelquader-Mauerwerk der Burg Bichishausen weist auf die Entstehung in der Stauferzeit hin. Erste schriftliche Zeugnisse gibt es aus dem Jahr 1296, als Konrad (II.) von Gundelfingen von „seiner Burg Gundelfingen, genannt Bichishausen“, spricht. Eine Notiz von 1306 bezeugt, dass ein Turm um 1300 abgerissen wurde.

1353 verkauft Heinrich (X.) von Gundelfingen die Burg an die Truchsessen von Magolsheim, die sich fortan Truchsessen von Bichishausen nennen. Im 16. Jahr-hundert ging die Burg in den Besitz der Familie Buttlar über, später wechselte der Besitz an die Grafen von Helfenstein und 1627 an die Fürsten von Fürstenberg. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts war die Burg dem Zerfall überlassen. 1928 wurde die Ruine dem Land Württemberg verkauft und ging 1929 in Privatbesitz über.

Als eine der letzten Amtshandlungen leitete der damalige Münsinger Landrat
Dr. Manfred Oechsle 1972 die Verhandlungen zum Kauf der Ruine Bichishausen. Zu diesem Zeitpunkt war der bauliche Zustand der Ruine so schlecht, dass bei Einsturz sogar Gefahr für Wohnhäuser in Bichishausen bestand.
1973 -  nach der Kreisreform - erwarb der Landkreis Reutlingen die Ruine und begann sofort mit den Renovierungsarbeiten. Seither ist der Landkreis Reutlingen stolzer Burgherr.

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