Foto Klinikum am Steinenberg Reutlingen
Klinikum am Steinenberg Reutlingen
Steinenbergstraße 31
72764 Reutlingen
Telefon:
07121 200-0
Fax:
07121 200-4434

Klinikum am Steinenberg, Reutlingen

Das Haus der Zentralversorgung und akademisches Lehrkrankenhaus führt 554 Betten und folgende Fachabteilungen:
  • Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin mit Schmerzbehandlung
  • Chirurgische Klinik mit Fachabteilungen für Allgemein-, Visceral-, Unfall und Gefäßchirurgie, Neurochirurgie
  • Frauenklinik
  • Hals-Nasen-Ohrenklinik als Belegabteilung
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  • Medizinische Klinik I und II
  • Neurologische Klinik
  • Urologische Klinik
  • Dialysepraxis im Klinikum
  • Institut für Radiologie
  • Institut für Pathologie
  • Institut für Labordiagnostik und Krankenhaushygiene
  • Krebszentrum
  • 8 Kompetenzzentren

Die Entwicklung des Klinikums am Steinenberg in Reutlingen


1835 - 1890:
Die Vorläufer der heutigen Krankenhäuser entstanden erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In Reutlingen konnte mit finanzieller Unterstützung von Zünften und vermögenden Privatpersonen im Jahre 1835 unter der Trägerschaft der Stadt Reutlingen ein Krankenhaus mit 20 Betten eröffnet werden. Dieses Haus diente über Jahrzehnte hinweg der ständig wachsenden Bevölkerung, bis 1890 die Amtsversammlung des Oberamts Reutlingen den Bau eines Bezirkskrankenhauses beschloss.


1892 - 1926:
Dieses auf 50 Betten ausgelegte Haus wurde auf dem Steinenberg, dem heutigen Standort des Klinikums am Steinenberg Reutlingen, errichtet und ging am 02. November 1892 in Betrieb. Die Entwicklungen in der Medizin und die starke Inanspruchnahme dieses Krankenhauses machten in den Jahren 1906 und 1908 Erweiterungsbauten notwendig. Im Jahr 1926 schaffte eine Aufstockung Platz für weitere 10 Betten.

1928 - 1954:
Aufgrund zunehmender Raumnot beschloss die Amtsversammlung am 14.07.28, einen Erweiterungsbau, der jedoch erst in den Jahren 1935 bis 1937 verwirklicht werden konnte. Ein zusätzlicher Erweiterungsbau mit 120 Betten wurde im Jahr 1954 in Betrieb genommen. Das Krankenhaus verfügte damit über 430 Betten.

1964 - 1973:
Die Entwicklungen in der Medizin verstärkten die Nachfrage nach stationären Krankenhausleistungen, so dass die Anpassung des Krankenhauses an diese Herausforderungen immer dringlicher wurden. Am 25.05.64 verabschiedete deshalb der Kreistag ein Funktionsprogramm, das die Erweiterung des Hauses auf 720 Betten vorsah. Der Baubeginn verzögerte sich jedoch aufgrund schwieriger Finanzierungsverhandlungen mit dem Land bis in das Jahr 1967.

In den Jahren 1970 bis 1972 konnte der Erweiterungsbau mit 720 Betten in Betrieb genommen werden. Die Gliederung der Abteilungen ist mit diesem Neubau mit folgenden Disziplinen zu einem strukturellen Abschluß gekommen: Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde, Urologie, Kinderklinik, HNO- und Augenheilkunde (als Belegabteilung) sowie die Neurologie als bettenführende Abteilungen. Hinzu kommen die Funktionsabteilungen Anästhesie, Labormedizin, Pathologie und Radiologie.


1973 - 1988:
Die medizintechnischen Entwicklungen erforderten erneut zusätzlichen Raumbedarf, so dass in den Jahren 1982 bis 1985 ein Erweiterungsbau, der sogenannte Querbau, errichtet werden musste. Dieser brachte den Bereichen Notaufnahme, Chirurgische Ambulanz, Pathologie, Dialyse, Physikalische Therapie und Werkstätten zwar die dringend notwendige Entlastung, konnte jedoch nur vorübergehend die Raumprobleme lösen. Der Kreistag beschloss deshalb im Jahr 1988 eine Erweiterung der Funktionsbereiche mit einem Flächenzuwachs von rund 9.000 m².

1996:
Dieser Erweiterungsbau wurde im Oktober 1996 vollendet und gilt nach wie vor als einer der modernsten medizinischen Funktionseinrichtung im Land Baden-Württemberg. Er verbessert funktional in allen im Haus vorgehaltenen medizinischen Disziplinen die Arbeitsmöglichkeiten durch neue Operationssäle, Untersuchungs-, Therapie- und Behandlungsräume, samt modernen geburtshilflichen Räumen sowie der Intensivstation der Inneren Abteilung. Auf eine sympatische Gestaltung und eine angenehme Atmosphäre der neuen Räume wurde im Interesse der Patienten großen Wert gelegt.

Januar 2005: Nach der Funktion die Pflege

Nachdem bereits 1996 die medizinischen Funktionseinrichtungen in einem Neubau des Klinikums am Steinenberg in Reutlingen deutlich verbessert werden konnten, wurde jetzt auch der Pflegebereich durch das neue Bettenhaus „West“ vergrößert sowie eine operative Intensivstation und zwei psychiatrische Stationen eingerichtet. Zeitgleich wurde eine neue Tiefgarage für die Besucher gebaut.
Viele Jahre lang wurde der Bau des neuen Bettenhauses „West“ geplant. Der Reutlinger Kreistag musste angesichts der Fehlflächen die höhere Priorität aber zunächst dem Funktionsbereich geben. Damals fehlten am Kreiskrankenhaus rund 9.000 qm Fläche für medizinische Funktionen. Lediglich ein Zehntel dieser Fläche fehlte dagegen im Pflegebereich. Der Kreistag beschloss daher, zunächst den Erweiterungsbau der medizinischen Funktionseinrichtung, der im Oktober 1996 fertiggestellt wurde und auch heute noch als einer der modernsten in Baden-Württemberg gilt. Dazu gehören Operationssäle, Diagnostik-, Therapie-, Behandlungs- und Geburtshilferäume sowie eine Intensivstation der Medizinischen Klinik.

Das neue Bettenhaus „West“ mit 108 Planbetten entlastet nun räumlich vor allem den Pflegebereich. Zusätzlich wurde eine anästhesiologisch-operative Intensivstation mit 22 Planbetten sowie zwei psychiatrische Stationen mit insgesamt 36 Planbetten eingerichtet. Diese gewährleisten gemeinsam mit dem Heinrich-Landerer-Krankenhaus der BruderhausDiakonie die ortsnahe Versorgung psychisch kranker Menschen in Reutlingen neben der Münsterklinik in Zwiefalten.

Das Land Baden-Württemberg förderte den Neubau mit einem Festbetrag von 18,3 Millionen Euro. Die Gesamtbaukosten betrugen 31,5 Millionen Euro. Zeitgleich wurde eine zusätzliche Tiefgarage für die Besucher mit 130 Stellplätzen, die der Landkreis Reutlingen aus eigenen Mitteln finanzierte, gebaut.

Plan Bettenhaus A und B
Neues Bettenhaus A und B

Bettenhaus Süd:

Der Kreistag hat am 16. Juli 2007 in öffentlicher Sitzung beschlossen, die ursprünglich vorgesehene Sanierung des über 35 Jahre alten Bettenhauses Süd nicht weiter zu verfolgen, sondern eine neue Entwurfsplanung zugrunde zu legen. Die Geschäftsführung wurde zuvor im Oktober 2006 vom Kreistag beauftragt, die Planung zur Sanierung des Bettenhauses Süd unter Berücksichtigung der Medizinischen Gesamtkonzeption weiterzuentwickeln. Das Ergebnis dieser planerischen Weiterentwicklung sieht nun anstelle der Sanierung zwei neue, kleinere Gbäude vor (siehe Lageplan Bettenhaus A und B). Damit entfällt ein rund 10 Mio. EURO teurer Interimsbau, der im Falle einer Sanierung nötig gewesen wäre. Die erste grobe Kostenschätzung - einschließlich der Investitionen in der Ermstalklinik Bad Urach in Höhe von rund 1,8 Mio EURO belief sich auf 64,35 Mio EURO (im Vergleich: veranschlagte Sanierungskosten 67,62 Mio EURO). Das Land hat seine Förderzusage in Höhe von zunächst rund 14. Mio. EURO auf 21. Mio. EURO erhöht.

Begonnen wurde mit einem Anbau an den bestehenden Funktionsbau (im Lageplan oben rechts). Im Anschluss erfolgt der Abriss des bestehenden Bettenhauses Süd, an dessen Stelle ebenfalls ein allerdings deutlich kleinerer Neubau entsteht. Mit dieser Lösung steht für die Zukunft ein modernes patientenfreundliches Bettenhaus mit mehr Flexibilität, hinsichtlich der funktionalen Zuordnung und möglicherweise notwendiger Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 2013.

Weitere Einrichtungen:


Medizinisches Versorgungszentrum II Standort Reutlingen
  • Praxis für Labormedizin und Mikrobiologie
  • Praxis für Neurochirurgie

  • Landratsamt Reutlingen
  • Bismarckstraße 47
  • 72764 Reutlingen
  • Telefon 07121 480-0