Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) befällt nur Schweine. Andere Tiere oder der Mensch können sich nicht infizieren.
Staatlich bekämpft wird diese anzeigepflichtige Tierseuche in erster Linie, weil ihr Ausbruch zu massiven wirtschaftlichen Schäden in der Schweineproduktion und Fleischvermarktung führt.
Als Hauptrisiko für die Verschleppung der Seuche wird die Verfütterung von virushaltigen Produkten aus Schweinefleisch gesehen.

Ein an der Autobahnraststätte weggeworfenes Wurstbrot kann das Virus in den Wildschweinbestand transportieren. Um dieses Ereignis möglichst früh zu erkennen ist es wichtig, dass besonders Jäger sich über die ASP informieren und bei einem Verdacht das Veterinäramt informieren (Merkblatt). Die Beprobung der Wildschweinstrecke im Rahmen des Monitorings ist ein weiterer wichtiger Beitrag der Jäger zur Früherkennung der Seuche.

Zu den zahlreichen bereits gestarteten Aktivitäten zur Seuchenprävention gehört u.a. die Einrichtung von sog. "Verwahrstellen" in denen Kadaver von Wildschweinen beprobt und bis zur Entsorgung gelagert werden können.

Dass die Seuche im September 2020 trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen die deutsch-polnische Grenze übersprungen hat, zeigt deutlich, wie wichtig Vorbeugemaßnahmen sind. 

Schweinehalter können an einem Früherkennungsprogramm teilnehmen. Dies kann erhebliche Vorteile in der Vermarktung bringen, wenn der Haltungsbetrieb in eine Restriktionszone fallen sollte. Besonders für Betriebe, die Schweine für eine grenzüberschreitende Vermarktung produzieren, ist die Teilnahme zu empfehlen. Den entsprechende Antrag finden Sie hier. Neben anderen Anforderungen ist die konsequente Umsetzung der Biosicherheitsmaßnahmen der Schweinehaltungshygieneverordnung unabdingbar. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Hompage das MLR (Link siehe unten).

Das Tierfundkataster stellt ein zeitgemäßes Instrument zur exakten Erfassung verendeter Wildtiere dar. Die Daten sind für viele Fragen im Bereich der Wildtierbiologie nützlich.  



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