Ansprechpartner:
Frau
Nadine Wachter
Klimaschutzbeauftragte
07121 480-3323
07121 480-1834
E-Mail senden / anzeigen

Mal so Nebenei DAs Klima Retten

Im Folgenden finden Sie praktische Tipps, wie Sie im Alltag das Klima schützen können.
WOHNEN

Was Sie beim Heizen beachten sollten
Wussten Sie, dass eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius bereits eine durchschnittliche Energieeinsparung von 6 Prozent bringt? Trotzdem sollten in der kalten Jahreszeit auch unbenutzte Räume nicht kälter als 16 Grad Celsius sein, da sonst eine Gefahr der Bildung von Feuchtigkeit an den Wänden besteht.
Eine kostengünstige Art, weitere Heizenergie zu sparen, ist das Benutzen von elastischen Dichtungsbändern. Für Türunterkanten gibt es etwa bewegliche Dichtprofile und Bürstendichtungen.
Damit ein Heizkörper richtig und energieeffizient funktionieren kann, benötigt er genug Freiraum, damit die Luft ungehindert an ihm vorbeiströmen kann. Möbel, lange Vorhänge, etc... dürfen den Heizkörper keinesfalls verdecken.
Programmierbare Thermostatventile sind über das Internet recht schnell und relativ kostengünstig zu beziehen und sorgen dafür, dass Sie die Heizzeiten individuell bestimmen können. So haben Sie beispielsweise das Badezimmer morgens schön warm, ohne dass Sie die komplette Nacht durchheizen müssen.


Programmierbare Thermostate sind eine Investition, die sich lohnt


Ab und an heizen "gluckernde" Heizkörper nicht richtig. Heiße Luft sorgt dafür, dass der Heizkörper sich nicht vollständig mit heißem Wasser füllen kann. Mit einem speziellen Schlüssel, manchmal auch schon mit etwas Geschick und einer Zange, kann man Heizkörper im Handumdrehen entlüften. Eventuell. den Vermieter hierüber informieren.  

Was Sie beim Lüften beachten sollten 
Vermeiden Sie es, Fenster über die kalte Jahreszeit lange gekippt zu halten. Denn das ist nicht nur energetisch und ökologisch unvorteilhaft, sondern man riskiert auch Schimmelbildung, da die Luftfeuchtigkeit an den ausgekühlten Wänden kondensiert.
Sinnvoll dagegen ist kurzes Stoßlüften, am besten mehrmals täglich bei weit geöffnetem Fenster und geschlossenem Heizkörperventil. Grundsätzlich können dabei auch die Innentüren geöffnet werden. Beim Lüften von Bad und Küche sollten Sie diese aufgrund der Feuchtigkeit allerdings schließen, damit sich die Feuchtigkeit nicht im Raum verteilen kann.
Tipp: Hygrometer sind Feuchtigkeitsmessgeräte, die Ihnen dabei helfen, eine gesunde Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen zu halten. Bei Minusgraden im Winter sollte der angezeigte Wert über längere Zeit nicht mehr als 45 Prozent betragen.
KONSUM
Achten Sie auf das Energieetikett beim Kauf bestimmter Haushaltsgeräte!
Damit auch Kunden ohne Hochschulabschluss in Elektrotechnik eine Einschätzung über den Energiebedarf bestimmter Haushaltsgeräte erhalten, gibt es das EU-Energieverbrauchskennzeichen, auch Energieetikett genannt. Durch die Einteilung in verschiedene Energieeffizienzklassen erhält man als potenzieller Käufer einen ersten Überblick, ob es sich bei dem gewünschten Gerät um einen ineffizienten Stromfresser (Kategorie D) oder um ein hocheffizientes Produkt nach Stand der Technik (Kategorie A+++) handelt. Aber Vorsicht, die Zeiten ändern sich: für Kühl- und Gefriergeräte sowie für Wasch- und Spülmaschinen gilt die Effizienzkategorie A bereits als relativ ineffizient. Anders ist die Einteilung bei Wäschetrocknern, Lampen oder Pumpen: Hier ist die Kategorie A weiterhin die effizienteste Kategorie.

Energieetikett

Beziehen Sie bei der Kaufentscheidung die Betriebskosten mit ein!

Oft wird gerade beim privaten Kauf vergessen, dass nicht nur die Anschaffungskosten selber entscheidend sind, sondern auch die jeweiligen Betriebskosten. Ein Kühlschrank der Effizienzklasse A+++ mag somit teurer sein als ein vergleichbares Modell mit der Effizienzklasse A, kann aber über die Jahre durch die Einsparung bei den Stromkosten durchaus die wirtschaftlichere Alternative sein.

„Es ist aus!“ - „Wirklich?“ Unterschiede zwischen Aus, Schein-Aus und Stand-By
Manchmal verbraucht ein Gerät noch viel Strom, obwohl es scheinbar ausgeschalten wurde. Das liegt meistens daran, dass der Ausschalter des Gerätes zwar die Elektronik selber, nicht jedoch den Transformator vom Netz nimmt. Hierfür verwenden Techniker den Begriff „Schein-Aus“. Ein Transformator wandelt die Spannung in der Steckdose (230 Volt) in die im Gerät benötigte Betriebsspannung (meist 12 oder 24 Volt) um. Diese im Netzteil verbauten Transformatoren können gerade bei alten Elektrogeräten richtige Stromsauger sein. So erkennt man ein Schein-Aus beispielsweise daran, dass, obwohl das Gerät ausgeschalten ist, das eingesteckte Netzteil Wärme entwickelt. Abhilfe schafft hier eine Stecker-Leiste mit einem Netz-Schalter. Damit das Gerät auch wirklich aus ist.  
Beim Stand-By dagegen wird die Funktionsbreite des Gerätes bewusst auf ein Minimum reduziert, kann allerdings schnell wieder in den Normal-Betrieb zurückkehren. Gerade bei älteren Geräten ist auch hier mit einem permanenten Leerlaufverlust zu rechnen. Auch wenn bei einzelnen Geräten die Stand-By-Verluste nicht besonders hoch sein müssen - der Verzicht auf Stand-By bei allen Haushaltsgeräten lohnt sich: in der Summe sind Kosteneinsparungen von 100 Euro pro Jahr möglich!

Eine Steckerleiste kann jede Menge bares Geld sparen!

MOBILITÄT
Kurzstrecken mit dem Auto vermeiden!

Etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Baden-Württemberg stammen aus dem Verkehrs-Sektor. Potenzial, den Kraftstoffverbrauch und damit den Treibhausgas-Ausstoß zu senken gibt es also genug. Meistens ist es gerade bei Kurzstrecken wenig sinnvoll das Auto zu benutzen. Je nachdem, wie viel Kilometer zurückgelegt werden müssen, kommen alternative Fortbewegungsmethoden wie etwa Bus und Bahn, das Fahrrad oder die eigenen zwei Beine in Frage. Das Umweltbundesamt zeigt mit folgender Grafik, bei welcher Streckengröße welches Fortbewegungsmittel angebracht ist. Bei einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern hat das Fahrrad meistens die Nase vorne.

Wann lohnt sich welches Fortbewegungsmittel?

Das Gute am Verzicht auf das Auto: Sie tun nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, Sie sparen meistens auch Zeit, Geld und jede Menge Nerven!


Wenn's doch mal das Auto sein muss...

Bei hohen Drehzahlen verbraucht der Motor grundsätzlich mehr Kraftstoff als bei niedrigeren Drehzahlen. Vermeiden Sie daher hohe Drehzahlen durch frühes Schalten, indem Sie, nachdem Sie einen höheren Gang eingelegt haben, kurzzeitig fast Vollgas geben, um schnell erneut in einen höheren Gang schalten zu können. Benutzen Sie den ersten Gang wirklich nur zum Anfahren und versuchen Sie, möglichst rasch in den zweiten Gang zu wechseln. Eventuell können Sie beim Schalten auch Gänge überspringen und beispielsweise direkt vom dritten Gang in den fünften Gang schalten.

Um Ihren Spritverbrauch darüber hinaus zu minimieren, achten Sie darauf, dass Sie keine unnötigen Lasten mittransportieren und entrümpeln Sie regelmäßig den Kofferraum.

Auch ein zu geringer Reifendruck kann unnötig Treibstoff verbrauchen. Hierbei gilt: lieber etwas mehr Reifendruck als etwas zu wenig.

Vermeiden Sie nach dem Anlassen des Motors unnötige Standzeiten, um den Stress für Ihren Motor möglichst gering zu halten. Mittlerweile verboten ist übrigens das Warmlaufenlassen des Motors während dem Enteisen der Frontscheibe. Dies sorgt nämlich neben einem erhöhten Kraftstoffverbrauch auch für eine erhebliche Umweltverschmutzung. Am schnellsten läuft der Motor sowieso beim Fahren warm - aber vermeiden Sie im morgendlichen Stress auf jeden Fall riskante Fahrten bei fast zugefrorener Frontscheibe!


Emissionen

Viele weitere Tipps zum Energiesparen im Haushalt finden Sie übrigens in der Informations-Broschüre des Landes mit dem Titel "Energiesparen im Haushalt – Praktische Tipps für den Alltag":

 https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/publikation/did/energiesparen-im-haushalt-praktische-tipps-fuer-den-alltag/

  • Landratsamt Reutlingen
  • Bismarckstraße 47
  • 72764 Reutlingen
  • Telefon 07121 480-0
  • Kontakt