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Was ist am 20. Oktober so besonderes?

Der 20. Oktober ist der Tag der 
nicht sichtbaren Beeinträchtigungen.

An diesem Tag wird in ganz Deutschland viel gemacht.
Damit wird gezeigt:
Es gibt Beeinträchtigungen, die schlecht zu erkennen sind.

Eine Person mit langen Haaren hat einen traurigen Gesichtsausdruck.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Das bedeutet: 
Manche Menschen haben Probleme, 
die man nicht sieht.
Die Probleme merken andere Menschen oft nicht.
Menschen mit diesen Beeinträchtigungen haben es deshalb oft schwer.
Es ist für diese Menschen schwer,
die richtige Hilfe zu bekommen.
Es ist für diese Menschen schwer, 
überall mitzumachen. 

Ein Mann mit blonden Haaren schaut traurig oder nachdenklich.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Die Probleme gibt es im Alltag, 
in der Arbeit, 
in der Freizeit und 
in den sozialen Beziehungen.

Der 20. Oktober hat das Ziel:
Die Mit·menschen achten mehr auf 
Menschen mit un·sichtbaren Beeinträchtigungen.

Der Tag hilft, die Probleme 
von Menschen mit un·sichtbaren Beeinträchtigungen 
besser zu verstehen. 
Der Tag hilft, Vor·urteile ab·zubauen.

Es wird kein Mensch übersehen.
Ein Mensch ist so, wie er ist.

Eine Personengruppe steht zusammen, wobei eine Person mit ausgestreckter Hand jemanden abwehrt.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Was sind un·sichtbare Beeinträchtigungen?

Das sind Beispiele für Probleme, die man von außen nicht sieht:

  • sehr oft starke Schmerzen haben
  • immer viel müde sein
  • Autist oder Autistin sein
  • lange Krankheiten wie Krebs oder Migräne haben
  • seelische Probleme wie Depressionen haben
  • nach einer Infektion krank bleiben
  • schlecht hören oder gar nicht hören können
  • schlecht auf Dinge reagieren können, die im Moment passieren
  • nicht verstehen können, was im Moment passiert.

Veranstaltung am 20. Oktober 2024 im Landkreis Reutlingen

Der 20. Oktober 2024 war der 
1. Tag der nicht·sichtbaren Beeinträchtigungen.

Zum 1. Mal gab es den Tag der nicht·sichtbaren Beeinträchtigungen 
in Deutschland.

Auch der Land·kreis Reutlingen hat mit·gemacht.

Der Beirat Selbst·hilfe und 
der Verein Autismus verstehen e.V. und 
die Selbst·hilfe·gruppe Psychiatrie-Erfahrener Reutlingen 
haben eingeladen.

Es gibt Menschen, die können Reize von außen nicht verarbeiten.

Es gibt Menschen, 
die verstehen Reaktionen von anderen Menschen nicht. 
Das hat verschiedene Ursachen.

Das macht den Kontakt unter·einander schwierig.

Eine Frau zuck ratlos mit den Schultern und schüttelt den Kopf.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Der Tag informiert über Probleme von
Menschen mit unsichtbaren Beeinträchtigungen.

An diesem Tag haben die Menschen 
über ihre Probleme gesprochen. 
Die Menschen haben Ideen gesammelt, 
wie die Hindernisse weniger werden können.

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Stuhlkreis und unterhält sich.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Dr. Gottfried Maria Barth ist Arzt 
in der Kinder- und Jugendpsychiatrie 
in Tübingen.
Er hat über Dinge gesprochen, 
die zur Reiz·überflutung führen.

Beispiele für Reiz·überflutung sind:

  • viele Menschen an einem Ort
  • Berührungen
  • Gerüche
  • zuviel Lärm
  • viel Licht

In Arbeits·gruppen wurde über Probleme und Lösungen gesprochen. 
Zu den Lösungen gehören unter anderem:

  • Früh·erkennung
  • Rück·sicht
  • Offen·heit

Veranstaltung am 20. Oktober 2025 im Landkreis Reutlingen

Der Beirat Selbst·hilfe hat wieder zum Tag eingeladen.
An diesem Abend sind mehr als 100 Menschen gekommen.
Das zeigt, dass das Thema sehr wichtig ist.

Das Bild zeigt einen leeren Kinosaal mit roten Stuhlreihen und einer weißen Leinwand vorne.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Professor Nicolas Rüsch arbeitet als Professor an der Uni Ulm und dem Krankenhaus in Günzbürg.
Professor Rüsch hat 
über das Thema Stigma psychischer Erkrankung gesprochen.

Stigma meint: 
nur das Schleche von Menschen wird gesehen.

Drei Personen stehen auf der linken Seite. Ein Mann steht alleine auf der rechten Seite. Eine Person von der linken Seite streckt ihm ablehnend die Hand entgegen.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Er hat ein Gruppen·angebot vorgestellt.
In der Gruppe lernen Menschen mit Psychiatrie·erfahrung, 
über ihre Beeinträchtigung zu sprechen.
Damit kann das Stigma überwunden werden.

Im Kamino in Reutlingen wurde ein neuer Film zum 1. Mal gezeigt..

Der Film heißt „Leben mit unsichtbaren Beeinträchtigungen-Heraus·forderungen und Stigmatisierung“.

Im Film sind 7 Menschen mit un·sichtbaren Beeinträchtigungen zu sehen.

Der Film hilft dabei, 
Menschen mit un·sichtbaren Beeinträchtigungen zu respektieren. 
Dadurch können die anderen Menschen 
die Probleme besser verstehen.
Dadurch müssen die Menschen mit un·sichtbaren Beeinträchtigungen nicht mehr still leiden.
Dadurch müssen die Menschen sich nicht immer recht·fertigen.

Danach haben viele Menschen aus dem Publikum 
über den Film oder ihre Probleme gesprochen.

Wer hat diesen Text gemacht?

Die Geschäftsstelle Inklusionskonferenz 
hat den Text geschrieben und 
in Leichte Sprache übersetzt. 

Das Bild zeigt einen grünen Kreis, darin stehen die Buchstaben I und K. Daneben steht der Text „Inklusionskonferenz Landkreis Reutlingen“
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten

Der Text wurde geprüft von 
Gabriela Pfister und Peter Pfister.

 
Die Bilder sind von:                  
© Lebenshilfe für Menschen 
mit geistiger Behinderung Bremen e.V., 
Illustrator Stefan Albers

Stand: Oktober 2025

Das Bild zeigt eine Hand, die einen Stift hält und auf ein Blatt Papier malt.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Alle Rechte vorbehalten