Wir informieren und beraten Sie individuell zu den Themen Chlamydien, Gonokokken, HIV, Syphilis, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Erregern beziehungsweise Krankheiten.
Auf Wunsch führen wir eine fachärztliche Untersuchung der Haut und Schleimhäute auf Geschlechtskrankheiten durch.
Die Beratung kann telefonisch oder persönlich zu den Sprechzeiten erfolgen. Sie ist grundsätzlich kostenlos und wird anonym durchgeführt. Wir unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.
Die Sprechstunde der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit findet jeweils dienstags zwischen 08:00 und 10:00 Uhr sowie donnerstags zwischen 15:00 und 17:00 Uhr statt. Mitunter werden auch weitere Termine angeboten. Die anonyme Sprechstunde für Menschen in der Prostitution findet in der Regel dienstags von 10:00 bis 12:00 Uhr statt.
Die Sprechstunde kann nur mit einem vorher gebuchten Termin stattfinden. Eine telefonische Buchung oder Terminvergabe vor Ort ist leider nicht möglich.
Die Buchungsbestätigung ist zum Termin mitzubringen. Ohne die Bestätigung kann der Termin nicht stattfinden.
Wenn im Buchungssystem kein freier Termin angezeigt wird, bedeutet das, dass alle verfügbaren Termine bereits belegt sind. Dann versuchen Sie es zu einem anderen Zeitpunkt wieder.
Folgende Labortests bietet die Beratungsstelle kostenlos an:
Im Einzelfall sind weitere Testungen möglich. Bitte beachten Sie, dass zur Wahrung der Anonymität nur Barzahlung möglich ist.
Alle diese Krankheiten sind sexuell übertragbar, können unbemerkt verlaufen und zu erheblichen Gesundheitsschäden führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.
Befunde können nach etwa einer Woche unter Angabe der laufenden Nummer, Codewort und fiktivem Geburtsdatum telefonisch, persönlich oder per E-Mail an die Beratungsstelle angefragt werden. Bitte beachten Sie, dass wir Befunde nicht schriftlich an Sie herausgeben.
Einfache Erklärungen mit Bildern und in 13 verschiedenen Sprachen bietet das Internetportal "Zanzu - Mein Körper in Wort und Bild" der bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Themen sind:
Gesicherte Informationen und praktischen Ratschläge bietet das Internetportal "Liebensleben" der bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu allen Fragen rund um:
Zum Internetportal Liebesleben
Sexuell übertragbare Infektionen (STIs = Sexually Transmitted Infections) wird eine Gruppe von Infektionen genannt, die bei intimen Körperkontakten übertragen werden können. Bei manchen sexuell übertragbaren Infektionen gibt es auch Ansteckungen durch Blutkontakte oder im Rahmen von Schwangerschaft, Geburt und Stillen.
Sie kommen bei Männern und Frauen vor und können zwischen Mann und Frau oder bei gleichgeschlechtlichen Kontakten weitergegeben werden. Sexuell übertragbare Infektionen hießen früher „Geschlechtskrankheiten“. Wir kennen rund 30 verschiedene sexuell übertragbare Infektionen.
Informationen zu sexuell übertragbaren Krankheiten sowie Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Das sogenannte "Humane Immundefizienz-Virus" (HIV), schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte und löst – wenn es nicht behandelt wird – irgendwann AIDS aus. AIDS steht für "Acquired Immune Deficiency Syndrome", man spricht von einer erworbenen Schwäche des Immunsystems.
Doch obwohl eine HIV-Infektion nach wie vor nicht heilbar ist, hat man durch eine rechtzeitige Behandlung gute Chancen, ein fast ganz normales Leben mit HIV zu führen.
HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP): Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit
Broschüren zum Herunterladen oder Bestellen: Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
UNAIDS: Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu AIDS und HIV
In Deutschland infizieren sich schätzungsweise 85-90% der sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mit HPV-Viren (Humane Papilloma Viren). Es sind etwa 230 unterschiedliche Virustypen bekannt.
Da die Infektion häufig symtomlos verläuft, wissen viele Betroffenen gar nicht, dass sie das Virus in sich tragen. So können sie ihre Partnerinnen und Partner ebenfalls damit anstecken. Dabei können Infektionen mit HPV-Hochrisiko Typen zu Krebserkrankungen im Anogenitalbereich sowie im Mundrachenraum führen. Infektionen mit Niedrigrisikotypen sind für Genitalwarzen verantwortlich.
Jährlich erkranken deutschlandweit etwa 10.000 Menschen an HPV-bedingtem Krebs, davon 7.000 Frauen und 3.000 Männer, so die Krebsinformationsseite des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).
Seit 2006 steht ein gut verträglicher und hoch wirksamer Impfstoff zum Schutz vor HPV-Viren zur Verfügung, der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 - 14 Jahren und als Nachholimpfung bis zum 18. Lebensjahr empfohlen wird. Die Impfung verhindert diejenigen Infektionen mit HPV, die für den weitaus größten Teil der HPV bedingten Krebserkrankungen verantwortlich sind.