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Nicole Reichardt
Nahverkehrsplanerin
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nahverkehrsplan

Der Nahverkehrsplan ist ein Rahmenplan, der regelmäßig fortzuschreiben ist (ÖPNV-Gesetz). Er stellt für den Landkreis Reutlingen als Aufgabenträger des straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein zentrales Steuerungselement dar.

Die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) wirft bei der Gestaltung des zukünftigen Nahverkehrs neue Fragen auf. Parallel hierzu fordern demografischer Wandel, Veränderungen in der Schullandschaft und ein verändertes Mobilitätsverhalten eine Weiterentwicklung des Angebots.

Der Landkreis Reutlingen hat deshalb im April 2016 mit der Fortschreibung seines Nahverkehrsplans begonnen. Dieses Jahr sind Workshops zum Thema Barrierefreiheit und Tourismus sowie weitere Sitzungen in den Arbeitsgruppen vorgesehen. Zum Abschluss des Prozesses wird der Nahverkehrsplan in einem großen Nahverkehrsforum unter Einbeziehung verschiedener Interessengruppen endgültig abgestimmt. Die Verabschiedung des fortgeschriebenen Nahverkehrsplans durch den Kreistag ist für Frühjahr 2020 vorgesehen.
 
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die bisherigen Veranstaltungen:

12. Juli 2017
4. Arbeitsgruppe "Nahverkehrsplan"

Die AG fand dieses Mal nur mit den politischen Vertretern statt. Verkehrsunternehmen, naldo und WBO wurden jedoch über das Ergebnis schriftlich informiert.

Themen des 4. Treffens waren erneut Achsen und Bedienungsstandards, welche durch die Thematik neuer Achsen und Regiobus ergänzt wurden.

16. Februar 2017
3. Arbeitsgruppe "Nahverkehrsplan"

Im Rahmen des 3. Treffens der Arbeitsgruppen wurden den Bedien- und Qualitätsstandards erste Kostenhochrechnungen gegenübergestellt und diskutiert.

Bei den Qualitätsstandards standen Fahrzeugstandards, räumliche Erschließung und Haltestellenstandards, aber auch Verknüpfungen und Kundenservice im Vordergrund.

18. Januar 2017
Workshop "Innovative Angebote im Nahverkehr"


Im Rahmen dieses Workshops wurde mit vielfältigen Interessenvertretern und Vertretern der Politik Themen wie Mitfahrnetzwerke, Bürgerbusse und Anmeldeverkehre diskutiert.

Eingeladene Interessenvertreter waren u. a.  ADFC, BUND, Kreisbehindertenbeauftragter, Kreisgesundheitszentrum, Kreisseniorenrat, LEADER-Aktionsgruppe Mittlere Alb, Mythos Schwäbische Alb und Jugendgemeinderäte.

30. Januar 2017
"Workshop Barrierefreiheit"


Nach § 11 Abs. 3 Nr. 5 ÖPNV-Gesetz Baden Württemberg hat der Nahverkehrsplan "Aussagen über zeitliche Vorgaben und erforderliche Maßnahmen zur Verwirklichung einer möglichst weitreichenden Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr" zu enthalten.

Im Rahmen des Nahverkehrsplanes eines Landkreises können entsprechende Fahrzeugstandards definiert werden. Diese gelten jedoch erst im Rahmen der Neuvergabe einer Linienverkehrsgenehmigung. Des Weiteren ist es möglich, Empfehlungen zu Haltestellenstandards (Aufgabenträger für Haltestellen sind Städte und Gemeinden) auszusprechen und Vorgaben im Kundenservice vorzugeben.

Obwohl eine starke Dezentralisierung von Wohn- und Arbeitsstätten der betroffenen Menschen bereits gegeben ist und auch weiter fortschreiten wird, einigte man sich mit den Interessenvertretern in einem ersten Schritt auf eine Priorisierung der Haltestellen. Diese Vorgehensweise schien allen Anwesenden im Hinblick auf die Vielzahl der umzugestaltenden Haltestellen und den damit verbundenen Investitionskosten vertretbar und sinnvoll.

10. November 2016
2. Arbeitsgruppe „Nahverkehrsplan“


Auch diesmal haben sich vormittags die politischen Vertreter und nachmittags die Verkehrsunternehmen, naldo und WBO zu einem konstruktivem Austausch getroffen.

Auf eine detaillierte Analyse der Raumstruktur und der damit zusammenhängenden Verkehrsnachfrage, folgte eine Zusammenfassung des derzeitigen ÖPNV-Angebots. Beide Teilstücke dienten als Grundlage erster Überlegungen hinsichtlich eines zukünftigen Achsennetzes und langfristig anzustrebender Standards. Diskutiert wurden neben Bedienzeiten, auch die damit einhergehenden Bedienhäufigkeiten im Nahverkehr.

Ergänzend zu diesen Rahmenbedingungen für Jedermann, man spricht auch vom sog. Jedermannverkehr, folgte ein interessanter Austausch zu möglichen Standards im Schülerverkehr. Einigkeit herrschte insbesondere im Hinblick auf eine regelmäßige Bedienung: Diese kann nur durch eine verstärkte Berücksichtigung des ÖPNV bei der Wahl der Schulzeiten ermöglicht werden.

13. Juli 2016
1. Arbeitsgruppe „Nahverkehrsplan“

 
Im Rahmen dieses ersten Treffens wurde mit Vertretern von Fraktionen, Städten und Gemeinden vorab der politische Rahmen des Nahverkehrsplans diskutiert. Ein Leitbild soll langfristig den verkehrspolitischen Konsens widergeben: Wo sollen in Zukunft Prioritäten gesetzt werden? Welchen Stellenwert hat eine flächendeckende ÖPNV-Grundversorgung oder die Stärkung des Nahverkehrs auf den wichtigsten Verkehrsachsen? Welche Grundsätze sind für eine effiziente Nutzung des Angebots von Bus und Bahn unentbehrlich? Aber auch die Frage nach zusätzlichen Kosten und deren langfristiger Tragbarkeit wurde hier konstruktiv diskutiert.

Am gleichen Tag trafen sich nachmittags Verkehrsunternehmen und Vertreter des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo) und dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO), um sich der technischen Seite des Nahverkehrsplans zu widmen. Das Hauptaugenmerk galt hier den unternehmerischen Ideen zur Weiterentwicklung des ÖPNV. Demographischer Wandel, Änderungen in der Schullandschaft, Berücksichtigung des ÖPNV bei der Gestaltung von Stundenplänen und schulischen Neuordnungen, aber auch eine bessere Grundversorgung und vergaberechtliche Themen wurden in einem guten Austausch angegangen.
 
Schrittweise werden sich die AGs in ihren zukünftigen Treffen mit detaillierten Fragestellungen auseinandersetzen. Beide Arbeitsgruppen werden den gesamten Fortschreibungsprozess begleiten.

19. April 2016
Auftaktveranstaltung im Landratsamt Reutlingen
 

Wie kann der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Zukunft aussehen? Werden Busse und Bahnen im Landkreis Reutlingen dem Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger gerecht? Und wie trägt der Landkreis dem aktualisierten Personenbeförderungsgesetz Rechnung? Antworten auf diese Fragen haben am 19. April 2016 mehr als 80 geladene Gäste im Landratsamt Reutlingen diskutiert. Darunter befanden sich neben Bürgermeistern der Landkreisgemeinden, Verkehrsunternehmen und benachbarten Aufgabenträgern auch Vertreter zahlreicher lokaler Interessengruppen. Der Anlass: Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans für den Landkreis ist offiziell gestartet.
 
Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans ist ein Prozess, der regelmäßig angestoßen wird, um den ÖPNV generell auf den Prüfstand zu stellen und sicherzugehen, dass dessen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen der Bürger entsprechen. Der Landkreis wird dabei von den beiden berufserfahrenen Planern Dietmar Maier und Hartmut Jaißle der NahverkehrsBeratung Südwest begleitet.
 
"Unser Ziel ist, möglichst viele Menschen mit einem attraktiven Angebot zum ÖPNV zu bringen", erklärte Gabriele Queisser, Leiterin des Kreisamts für nachhaltige Entwicklung. In einem ersten Schritt definiert der Nahverkehrsplan den Rahmen, an dem sich die späteren, konkreten Maßnahmen orientieren. "Zukunftsfähige Mobilität setzt auf eine konsequente Weiterentwicklung des ÖPNV. Mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans möchten wir daher neue, kreative und innovative Ideen mit bestehenden Angeboten verknüpfen und unterschiedliche Bereiche vernetzen", so Landrat Thomas Reumann.
 
Das Gremium, das sich im Landratsamt für die Auftaktveranstaltung getroffen hat, wird in verschiedenen Arbeitsgruppen weiter an den einzelnen Aspekten des Rahmenplans arbeiten. "Mit der heutigen Auftaktveranstaltung haben wir einen spannenden Prozess für einen zukunftsfähigen Landkreis gestartet", so Landrat Thomas Reumann abschließend.

Abkürzungen:
naldo: Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau
ÖPNV: Öffentlicher Personennahverkehr
PBefG: Personenbeförderungsgesetz
WBO: Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer

Material:
Präsentation des Landkreises aus der Auftakt-Veranstaltung
Auszug aus der Präsentation der Gutachter aus der Auftakt-Veranstaltung

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