Landkreis aktuell

Hohe Influenza Aktivität


Die Grippewelle in der Region beginnt dieses Jahr frühzeitig. Seit Jahresbeginn wurden dem Kreisgesundheitsamt bereits 388 Influenza-Fälle (Stand 19.02.2018 12:00 Uhr) gemeldet. Stärkeschwankungen der Influenzawellen werden zwar regelmäßig beobachtet. Gleichwohl ist die jetzt gemeldete Anzahl hoch. Im Landkreis Reutlingen handelt es sich um eine hohe Anzahl von Neuerkrankungen (190 pro 100000 Einwohner) im Vergleich zu Baden-Württemberg gesamt (76 Neuerkrankungen pro 100000 Einwohner).
 
Als dominanter Influenza-Erreger wird seit Beginn der Influenzasaison das Influenza-B-Virus nachgewiesen. In den Kreiskliniken Reutlingen wurden in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen mit Influenza-Erkrankungen stationär aufgenommen.
 
Eine echte Grippe beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Halsschmerzen, trockenem Husten sowie Muskel-, Glieder-, Rücken- und Kopfschmerzen. Die Erkrankten fühlen sich sehr schwach. Oft kommen Schweißausbrüche, Luftnot und manchmal zusätzlich Übelkeit und Durchfall dazu. Wenn die Krankheitszeichen plötzlich einsetzen und das Allgemeinbefinden schwer beeinträchtigen, ist es ratsam, direkt eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Ein Influenza-Virus-Nachweis kann durch Nasen- oder Rachenabstrich erfolgen.
 
Um andere nicht anzustecken, sollten Erkrankte sehr auf Hygiene achten. Das bedeutet vor allem, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen und sich beim Husten und Niesen abzuwenden. Wichtig ist auch, sich mit den Händen nicht ins Gesicht zu fassen. Anstatt in die Hand zu husten, ist es besser, die Armbeuge zu nehmen. Um eine Übertragung der Krankheitserreger zu verhindern, sollte man nur eigene Ess-, Trink- und Waschutensilien nutzen und einen guten Meter Abstand zu erkrankten Personen einhalten.
 
Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die Impfung. Eine echte Virusgrippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Insbesondere chronisch Kranke, Personen ab 60 Jahre sowie Schwangere sollten sich impfen lassen, da bei diesen Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko besteht, dass sie Erkrankung schwerwiegende Folgen hat. Für medizinisches Personal gilt die Impfempfehlung gleichermaßen, da durch die Vielzahl enger Patientenkontakte grundsätzlich eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Zudem besteht das Risiko, dass die Grippeviren durch pflegerische Maßnahmen auf Patienten übertragen werden.
 
Die Impfung gegen Grippe sollte jedes Jahr, vorzugsweise im Oktober oder November, durchgeführt werden. Da die aktuelle Grippewelle ihren Höhepunkt vermutlich noch nicht erreicht hat, ist eine Impfung auch jetzt noch sinnvoll.

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