Landkreis aktuell

Ehrung für Hermann Wurz


Bleibende Spuren im Landkreis Reutlingen und darüber hinaus hat Hermann Wurz mit seinem Wirken für den Natur- und Umweltschutz hinterlassen. Für sein überdurchschnittliches Engagement wurde er nun mit der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Bundesverdienstkreuz am Bande, ausgezeichnet.
 
Hermann Wurz erhält das Bundesverdienstkreuz


Mit Dank und Anerkennung eröffnete Landrat Thomas Reumann die Feierstunde im Landratsamt Reutlingen, zu der neben Familie und Freunden auch die Landtagsabgeordneten Karl-Wilhelm Röhm und Hans-Peter Stauch sowie Münsingens Bürgermeister Mike Münzing gekommen waren. „Hermann Wurz“, so Reumann  „habe sich mit Gestaltungskraft, Engagement, Kreativität und Visionen für unsere Natur und damit um das Gemeinwohl eingesetzt. Ein solch großes und anhaltendes Engagement verdiene Respekt und Anerkennung.“
 
„Als feste Säule des Naturschutzes“ bezeichnete Landrat Reumann den Geehrten, der die nicht immer leichte Aufgabe, die verschiedenen Interessen im Einklang mit den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes zu bringen, mit Bravour ausgeführt hat.
 
Überreicht wurde das Bundesverdienstkreuz unter großem Applaus durch Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, der in seiner Laudatio das Wirken und Leben von Hermann Wurz skizzierte.
 
1930 in Langenau geboren, absolvierte Hermann Wurz eine Ausbildung zum Gärtner, worauf ein Gartenbaustudium mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) für Obstbau im Jahr 1954 folgte. Als Umweltschutzbeauftragter und Leiter der Abteilung Umweltschutz bei der Stadt Reutlingen war Wurz bis zum Eintritt in den Ruhestand 1995 tätig. Zehn Jahre lang hatte er zuvor als Kreisbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege bei der Unteren Naturschutzbehörde des damals noch selbstständigen Landkreises Münsingen gearbeitet.
 
Ganze 30 Jahre, von 1996 bis 2016, beriet Wurz als Naturschutzbeauftragter im Landkreis Reutlingen die Stadt Pfullingen sowie die Gemeinden Eningen, Lichtenstein und St. Johann ehrenamtlich.
 
Einen Namen hatte sich Hermann Wurz vor allem durch seinen Einsatz für den Naturschutz im „Großen Lautertal“ gemacht. Als Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft Fremdenverkehr Großes Lautertal - Zwiefalter Aach“ trug er zur Entwicklung des Lautertals zum attraktiven Ausflugsziel bei, ohne die Bedürfnisse der Natur dadurch zu beeinträchtigen. Zunächst als Mitglied, dann als Geschäftsführer gestaltete Wurz zudem den Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V. mit und brachte diesen nach vorn.
 
„Bei allen Entscheidungen hatte Hermann Wurz immer den Menschen im Blick“, würdigte Kreisrat Dieter Hillebrand, der Wurz für die Ehrung vorgeschlagen hatte, dessen Ausgewogenheit.
 
Hermann Wurz selbst bedankte sich gerührt und bewegt für die Auszeichnung. Die Verleihung sei eine große Freude, wie er sie schon lange nicht mehr hatte.

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