Landkreis aktuell

Inklusionskonferenz fokussiert den Übergang Schule - Arbeitsmarkt


Joachim Stark, Schulleiter der Kerschensteinerschule, wies auf die gute Kooperation mit der Peter-Rosegger-Schule und der Gutenbergschule Reutlingen hin, die ein Erfolgsmodell sei. Die kooperativen Angebote BVE (Berufsvorbereitende Einrichtung), KoBV (Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt) und VAB-KF (Vorqualifizierung Arbeit/Beruf - Kooperation Förderschule) wurden entwickelt, um für die Jugendlichen mit Beeinträchtigungen den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Mit großem Engagement seitens der Lehrerschaft aller beteiligten Schulen werden die Jugendlichen in diesen Unterrichtsformen nach Abschluss der früheren Förderschulen auf den späteren Berufsalltag vorbereitet. Die Stärkung der eigenen Persönlichkeit, selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln und das Erproben und Weiterentwickeln von Fähig- und Fertigkeiten seien nur einige der Inhalte des Unterrichtes in den betreffenden Klassen. Ein enger Austausch zwischen den Lehrern der beteiligten Schulen ist dabei besonders wichtig.
 
„Es ist wertvoll und inklusiv, dass die Jugendlichen hier gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern der Gewerblichen Schule ihren Schulalltag erleben“, betonte Landrat Thomas Reumann, der den Verantwortlichen für ihr Engagement Respekt und Dank aussprach. Das Gefühl Berufsschüler zu sein - wie alle anderen auch - macht diese Schülerinnen und Schüler stolz und verbindet. Genau das sei wichtig für die persönliche Vorbereitung auf den Berufsalltag, unterstrich Reumann.
 
Auch mit dem Projekt „ich sag dir was“, ist die Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen erfolgreich unterwegs. Mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 21 000 Euro durch die Baden-Württemberg-Stiftung konnte dieses Projekt in Kooperation mit der Volkshochschule Reutlingen umgesetzt werden. Sechs Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen werden im Lauf eines Jahres dazu befähigt, sich selbst und ihre Lebenswelt vorzustellen. „Empowerment“ ist das Stichwort.

Zehn Fortbildungsmodule, orientiert an den Wünschen und Bedarfen der Teilnehmenden, wurden entwickelt. Die Schulungsinhalte wurden bei der Sitzung bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt: Nikolaus Mantel, ein Fortbildungs-Teilnehmer, hat sich und seine aktuelle Lebens- und Berufssituation den Mitgliedern der Inklusionskonferenz vorgestellt.

Geplant ist auch ein neues, inklusives Kunst- und Kulturprojekt. Mit dem Titel „Heimat.Land.Kreis“ soll es eine Kunstausstellung mit Beteiligung von Künstlern mit und ohne Behinderung aus dem Landkreis Reutlingen geben. Eine Broschüre mit barrierefreien Kulturangeboten im Landkreis ist ebenso beabsichtigt wie ein neues „Video-Clip-Projekt“ zur Jobsuche. Man darf also auch 2019 auf Einiges gespannt sein in Sachen Inklusion im Landkreis Reutlingen.

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