Landkreis aktuell

Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen


Die Landkreise Reutlingen und Tübingen sowie der Zollernalbkreis kooperieren künftig im Bereich der Umweltverwaltung

Interkommunlae Zusammenarbeit
 
 
Am Dienstag, 24. September, kamen die Landräte der Landkreise Reutlingen, Thomas Reumann und Tübingen, Joachim Walter sowie des Zollernalbkreises, Günther-Martin Pauli im Landratsamt Reutlingen zusammen, um ihre zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der Umweltverwaltung mit ihrer Unterschrift unter die gemeinsame Vereinbarung zu besiegeln.
Die Landkreise Reutlingen und Tübingen sowie der Zollernalbkreis haben unter Federführung des Landratsamtes Reutlingen ein Konzept für eine interkommunale Zusammenarbeit erarbeitet und dafür den Zuschlag vom Umweltministerium Baden-Württemberg erhalten. Hintergrund des Landesprojekts ist das erklärte Ziel des Umweltministeriums die baden-württembergische Umweltverwaltung nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln.
 
„Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Engagement honoriert wurde und unser gemeinsames Konzept zur Zusammenarbeit das Umweltministerium überzeugt hat. Die Landkreisverwaltungen stehen in der Umweltverwaltung alle vor den gleichen Herausforderungen - mit unserer heute vereinbarten Kooperation können wir diesen noch schlagkräftiger begegnen.“, so Landrat Thomas Reumann bei der Vertragsunterzeichnung.
Landrat Joachim Walter erklärte: "Durch die Kooperation zeigen die Kreise einmal mehr, dass sie in der Lage sind, auf sich ändernde und steigende Anforderungen bei der Bewältigung staatlicher Aufgaben flexibel und angemessen zu reagieren und dabei regionale Bedürfnisse zielgerichtet zu bedienen."
Landrat Günther-Martin Pauli sagte: „Die Landkreise in der Region Neckar-Alb arbeiten auf vielen Ebenen kreativ und vertrauensvoll zusammen, um unsere Raumschaft effektiv und zukunftsfähig zu gestalten.“
 
Schwerpunktmäßig wird sich die Kooperation im Bereich der Gewerbeaufsicht in den Branchen „Bau Steine Erden“, „Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ und „Umgang mit Bioabfällen“ abspielen. Das Ziel der drei Landkreise ist nicht nur die Präsenz in der Fläche zu stärken, sondern auch einen einheitlichen Vollzug über die Landkreisgrenzen hinweg zu gewährleisten. Den immer komplexer werdenden Aufgaben und der sich rasch ändernden Gesetzgebung soll durch ein aktives Wissensmanagement begegnet werden. Das bedeutet, dass durch die gemeinsame Erarbeitung von Spezialthemen das Fachwissen im Umweltbereich gebündelt wird und durch ständigen Wissensaustausch kreisübergreifend zum Einsatz kommen kann. Neben dem Entlastungseffekt für die unteren Verwaltungsbehörden soll vor allem eine hohe Qualität bei der Beratung im Vorfeld, bei der Bearbeitung von Zulassungsverfahren und im Rahmen der Überwachung erzielt werden.
 
Das Projekt wird seitens des Umweltministeriums durch eine vom Land finanzierte Beamtenstelle unterstützt, die ihren Sitz im Landratsamt Reutlingen haben wird, jedoch in allen drei Landkreisen tätig ist. Im Gegenzug verpflichten sich die drei Landkreise vertraglich dazu, eine Eigenleistung in Form personeller Mittel zu erbringen. Dies wird in allen drei Landkreisen durch die Schaffung einer halben Personalstelle im gehobenen Dienst bewerkstelligt.
 
Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre angelegt, eine Fortsetzung wird angestrebt. Die Stellenausschreibung für den Landesbeamten ist bereits veröffentlicht und auf der Homepage des Umweltministeriums abrufbar.

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