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Hauswirtschaft: Ausbildung mit Jobgarantie


„Ich schätze die Vielseitigkeit der Hauswirtschaft, denn jeden Tag kann ich etwas Anderes machen: Kochen, Zimmer reinigen und bei der Erstellung von Aushängen im Speisesaal habe ich freie Gestaltungsspielräume“ berichtet der junge Hauswirtschafter Viktor Coconea begeistert.

Bei Simone Roser hat die Verbindung zwischen praktischem Arbeiten und dem Organisatorischen ihre Leidenschaft für die Hauswirtschaft geweckt. Nachdem sie die Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert hatte, bildete sie sich zur Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin weiter.
Sie ist dafür verantwortlich, dass im Seniorenheim die Produktion von 300 Essen täglich reibungslos läuft.

Theresa Loser hat, bevor sie zur Hauswirtschaft kam, bereits eine andere Ausbildung absolviert. Sie betont: „In der Hauswirtschaft weiß ich am Ende des Tages, was ich Sinnvolles geleistet habe“. Inzwischen bildet sie selbst Hauswirtschaftsazubis aus.

Gute Azubis zu finden ist für viele Ausbildungsbetriebe schwer geworden. Dabei könnte die Auswahl an Stellen und Betrieben in der Hauswirtschaft kaum größer sein. Brigitte Krämer ist Klassenlehrerin der angehenden Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter an der Laura-Schradin-Schule. „Innerhalb eines Monats habe ich einen ganzen Stapel Stellenanzeigen gesammelt, berichtet sie beeindruckt. Diese Anzeigen spiegeln die Vielseitigkeit der hauswirtschaftlichen Aufgabengebiete wider, denn sie stammen unter anderem von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Hotels, Tagungshäusern, Senioreneinrichtungen und Kliniken. 
Der Mensch steht bei der Hauswirtschaft im Mittelpunkt. Hauswirtschaftliche Dienstleistungen orientieren sich stets an den Bedürfnissen der Menschen und werden für sie oder mit ihnen gemeinsam erstellt.“

Ausbildungsstart auch im Oktober 2022 möglich
Angehende hauswirtschaftliche Fachkräfte wählen je nach Neigung gleich zu Beginn der Ausbildung ihren Ausbildungsschwerpunkt. Das können personenbetreuende, serviceorientierte oder ländlich-agrarische Dienstleistungen sein. Nach bestandener Abschlussprüfung zum staatlich anerkannten Hauswirtschafter oder zur staatlich anerkannten Hauswirtschafterin stehen den Absolventinnen und Absolventen viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Beispielsweise zur Meisterin oder zum Meister, zur Wirtschafterin oder Wirtschafter oder zur Hauswirtschaftlichen Betriebsleitung, sodass sich Bürotätigkeiten und Hauswirtschaft nicht ausschließen. 
Für das Ausbildungsjahr 2023/2024 können bereits Bewerbungen abgegeben werden. Viele Ausbildungsbetriebe bieten Praktika an, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen. Für Kurzentschlossene gibt es noch freie Ausbildungsplätze im Ausbildungsjahr 2022/2023. Weitere Auskünfte gibt Ausbildungsberaterin Vanessa Biesinger beim Kreislandwirtschaftsamt im Landratsamt Reutlingen. entweder telefonisch unter 07381/9397 7341 oder per E-Mail an Landwirtschaftsamt@kreis-reutlingen.de.


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