Landkreis aktuell

Jugendguides leiten Interessierte durch die Gedenkstätte Grafeneck


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Grafenecks dunkle Jahren begangen 1939, als das Schloss - seit einem Jahrzehnt „Krüppelheim für behinderte Männer“ der Samariterstiftung - für „Zwecke des Reichs“ beschlagnahmt wurde. Mit einem bürokratischen Erlass begann die „Aktion T4“ genannte Ermordung von kranken und behinderten Menschen. Mindestens 10 654 Frauen und Männer - vorwiegend aus Heimen im Südwesten - starben im Jahr 1940 in der Gaskammer von Grafeneck.
Die ca. einstündige öffentliche Führung, die von den Jugendguides in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Grafeneck erarbeitet wurde, beleuchtet diese dunkle Vergangenheit Grafenecks: Startpunkt des Rundgangs wird dabei das Außengelände der Gedenksätte mit dem Namensbuch und dem Alphabet-Garten sein, das Dokumentationszentrum mitsamt der darin befindlichen Ausstellung beendet die Führung.
Im Anschluss stehen die Jugendlichen sowie Verantwortliche der Gedenkstätte Grafeneck für inhaltliche Fragen zur Verfügung.

Jugendliche engagieren sich für die Erinnerungskultur
Seit 2020 bildet der Landkreis Reutlingen in Kooperation mit dem Landkreis Tübingen sowie KulturGUT e. V. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 23 Jahren zu Jugendguides aus. Jugendguides engagieren sich für das Erinnern an NS-Verbrechen vor Ort und können - nach erfolgreicher Qualifizierung - Gruppen in Gedenkstätten und bei Stadtrundgängen leiten. Die Bewerbungsphase für die diesjährige Qualifizierung beginnt in Kürze.
Fragen zur Qualifizierung, aber auch Anfragen zu Jugenguidesführungen für Gruppen und Schulklassen können Interessierte unter jugendguides@kreis-reutlingen.de oder jugendguide@kreis-tuebingen.de stellen.


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