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Kreisfachberatung für Obst- und Gartenbau

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Mitten im STREUOBStparadies

Streuobstwiesen prägen unsere Landschaft, insbesondere an den Hängen des Albtraufs und an den Ortsrändern vieler Gemeinden. In ihnen steckt die Arbeit und die Fürsorge vieler Generationen unserer Vorfahren. Im Ursprung sind sie allerdings nicht das Ergebnis ästhetischen Landschaftsempfindens, sondern vielmehr eine Reaktion auf die ärmlichen, kleinbäuerlichen Lebensbedingungen in der Vergangenheit. Denn durch die Kombination von Grünlandnutzung am Boden und der Obsternte im Blätterdach, war auch in kargen Zeiten etwas zu erwirtschaften. Zudem lagen sie meist in ackerbaulich weniger geeigneten Gebieten, wie beispielsweise in Hanglagen und auf mageren Böden.

Der Landkreis darf sich mit seinen 3 500 Hektar Streuobstwiesen zurecht seiner  landschaftlichen rühmen. Die Kreisfachberater setzen sich für den Erhalt dieser ein. Mit Hilfe der beiden Förderprogramme PLENUM und REGIONEN AKTIV  konnten in den Jahren 2001-2013 allein im Handlungsfeld Streuobst über 100 Projekte mit rund 940 000 Euro gefördert werden. Dadurch wurden Investitionen in Höhe von 2,4 Millionen Euro ermöglicht. Wir haben Mostereien und Brennereien unterstützt, die Apfelsaft-Initiativen "ebbes Guad’s" und Reutlinger Apfelsaft mit aufgebaut, wir haben das Obstbaumuseum in Glems möglich gemacht.

Unsere Grünflächenberatung hat seit 1998 bereits mehr als 300 Fachwarte für Obst- und Gartenbau ausgebildet; dadurch ist ein Netzwerk von Fachwarten entstanden, die in den Gemeinden und Vereinen als Multiplikatoren mit Vorträgen und Schnittunterweisungen wirken.

Fachwarte bei Ausbildung

Das alles reicht uns aber noch nicht. Unsere Streuobstwiesen sind das Herzstück einer Streuobstlandschaft, die sich von Balingen nach Backnang, von Herrenberg bis Geislingen erstreckt. Wir sprechen über 26 000 Hektar Streuobstwiesen und über 1,5 Millionen Obstbäume. Wir sprechen über eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas.

Im Mai 2012 gründeten auf Initiative der Landkreise Esslingen und Reutlingen sowie des Biosphärengebiets rd. 150 Kommunen, Vereine und Betriebe den Verein "Schwäbisches Streuobstparadies" mit Sitz in Bad Urach. Gemeinsam werden Streuobst-Produkte qualitativ weiterentwickelt und besser vermarktet, gemeinsam kurbeln sie den Tourismus an und verschaffen sich Gehör in der Politik. Das ganze Jahr über finden in allen Streuobst-Landkreisen attraktive Veranstaltungsreihen statt, wie etwa das "Schwäbische Hanami".

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