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Dr. Meike Widdig
Klimaschutzbeauftragte
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07121 480-3323
Fax:
07121 480-1834

Unsere Klimaschutz-Projekte

Hier erhalten Sie eine Übersicht über diverse Projekte des Landkreises im Rahmen des European Energy Awards.
Der Landkreis Reutlingen hat sich im Jahr 2019 im Förderprojekt „HyLand-Wasserstoffregionen in Deutschland“, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgelegt wurde, als „HyStarter“ beworben und wurde als eine von neun Regionen in Deutschland ausgewählt. Der Landkreis Reutlingen konnte sich unter 85 Bewerberkommunen durchsetzen und ist die einzige HyStarter-Region in Baden-Württemberg.

Logo HyStarter

HyStarter - Was ist das?
HyStarter ist Teil des Förderprogrammes „Hyland-Wasserstoffregionen in Deutschland“ vom BMVI, welches sich mit der Förderung von grünem Wasserstoff als Baustein der Energiewende und Klimaziele beschäftigt. Dabei werden Kommunen in drei verschiedenen Kategorien gefördert. Kommunen und Regionen sollen damit, je nach Ausgangslage und Wissensstand, erste Ideen für integrierte Konzepte entwickeln (HyStarter), Pläne konkretisieren und ausarbeiten (HyExperts) beziehungsweise diese Pläne mit Unterstützung des Bundes umsetzen (HyPerformer).

HyStarter-Regionen werden jeweils etwa ein Jahr beraten, um eine regionale Akteurslandschaft aufzusetzen und Konzeptideen zur Integration von Wasserstoff in das regionale Energiesystem zu entwickeln. Ziel der Förderung ist eine gemeinsame Erarbeitung eines durch alle beteiligten Akteure in der Region akzeptierten und mitgetragenen Konzepts zur Initiierung und Realisierung einer regionalen Wasserstoffwirtschaft als Vorbereitung für eine Umsetzung und Antragsstellung als HyExperts oder HyPerformer.

www.hy-starter.de

Ablauf und Förderdetails
Der Projektzeitraum für HyStarter-Regionen ist in zwei Phasen eingeteilt. In Phase 1, ab September 2019, sind bereits fünf Wasserstoffregionen in den Prozess gestartet. Der Landkreis Reutlingen wurde der Phase 2 zugeteilt. Diese startet ab Mai/Juni 2020. Der Landkreis gewinnt mit dem Förderprojekt einen Beratungsprozess für den Aufbau eines Akteursnetzwerks vor Ort sowie für die anschließende gemeinsame Erarbeitung erster Konzeptideen bzw. einer Wasserstoffroadmap für die Region in sechs ganztägigen Workshops.

Die Beratung erfolgt sowohl organisatorisch als auch inhaltlich durch ein Konsortium aus verschiedenen Expert*innen der Unternehmen Spilett, Choice, Becker-Büttner-Held Consulting, EE ENERGY ENGINEERS und dem Reiner-Lemoine-Institut. Dieses Konsortium berät alle neun HyStarter-Regionen in Deutschland. Die Förderung ist damit nicht mit direkten finanziellen Zuwendungen für den Landkreis verbunden, sie erfolgt indirekt als Beratungsdienstleistung.

Aktuelles
Erster Schritt war die Identifizierung möglicher Akteure, die an einer regionalen Wasserstoffwirtschaft mitwirken könnten. Der erste Strategiedialog hat am 10. Juli 2020 als Online-Format mit rund 40 Teilnehmenden stattgefunden. Inzwischen haben weitere Strategiedialog stattgefunden. Insgesamt sollen während der Projektlaufzeit sechs Strategiedialoge im Abstand von etwa zwei Monaten stattfinden zur Erarbeitung einer Wasserstoff-Roadmap.

Einen aktuellen Flyer mit den Akteuren und der Wasserstoff-Vision des Landkreises finden Sie hier.
Am 27. März 2021 um 20:30 Uhr schalteten Menschen, Städte und Unternehmen auf der ganzen Welt für 60 Minuten das Licht aus. Eine Abstimmung per Lichtschalter für mehr Klimaschutz. Das ist die Earth Hour. Und der Landkreis Reutlingen war dabei.

Earth Hour 2021 im Landkreis Reutlingen – Licht aus. Klimaschutz an.
Earth Hour 2021 Logo
 
Die Earth Hour ist eine globale Aktion des World Wide Fund for Nature (WWF), bei der am letzten Samstag im März Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht ausschalten. Tausende Städte rund um die Welt löschen die Beleuchtungen ihrer bekanntesten Wahrzeichen – vom Big Ben in London über die Chinesische Mauer bis hin zum Brandenburger Tor in Berlin. Unternehmen lassen ihre Zentralen für eine Stunde im Dunkeln versinken und auch Millionen Menschen machen zu Hause für 60 Minuten das Licht aus und machen sich so für den Klimaschutz stark.
 
Danke fürs Mitmachen!
 
Die Earth Hour des WWF fand dieses Jahr bereits zum fünfzehnten Mal statt. Ihren Anfang nahm die Aktion im Jahr 2007 in Sydney. Mittlerweile wird die „Stunde der Erde“ auf allen Kontinenten in mehr als 180 Ländern veranstaltet. Weltweit nehmen mehr als 7.000 Städte teil, allein in Deutschland waren es 575 in diesem Jahr. Weitere Infos zur Earth Hour, der weltweit größten Aktion für Klima- und Umweltschutz gibt es unter www.wwf.de/earth-hour.
Zum Projekt „LandMobil - unterwegs in ländlichen Räumen“ informieren wir gerne ausführlich hier

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an:

Jessica Baisch-Nipatsiripol

Landratsamt Reutlingen - Kreisamt für nachhaltige Entwicklung
Abteilung Nahverkehr und Mobilität
Haydnstraße 5-7, 72766 Reutlingen
Tel.: 07121 480-3361 - Fax: 07121 480-1834
J.Baisch-Nipatsiripol@kreis-reutlingen.de

Logo Förderung LandMobil
Im September 2018 wurde der Neubau der Straßenmeisterei in Münsingen nach besonderen Klima- und Umweltstandards fertig gestellt. Der neue Standort und das moderne Gebäude ermöglichen eine effektivere Erledigung der Betriebsabläufe z.B. durch eine bessere Erreichbarkeit oder die Unterbringung des Fuhrparks direkt vor Ort. Die offizielle Einweihung mit einem "Tag der offenen Tür" fand dann am 12. Mai 2019 statt. Seitdem haben sich bereits zahlreiche regionale und überregionale Besucher die Straßenmeisterei als Modellprojekt angesehen.

Straßenmeisterei Münsingen

Die Straßenmeisterei wurde als CO2-neutrales Gebäude konzipiert. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Holzhackschnitzelanlage, deren nachwachsende Rohstoffe aus den Straßenbegleitflächen gewonnen werden. Voraussichtlich noch in 2020, nach etwa einem Jahr Betriebszeit, soll zusätzlich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Straßenmeisterei installiert werden. Nach derzeitigen Berechnungen kann der benötigte Strom für die elektrischen Anlagen von Mitte März bis Mitte Oktober vollständig aus der Photovoltaikanlage gedeckt werden. In den Monaten von November bis Februar kann ein Teil des Strombedarfs gedeckt werden. Insgesamt gesehen, liefert die Photovoltaikanlage dann ca. 10 % mehr Strom als die Straßenmeisterei benötigt.

Beim Bau des Gebäudes wurde außerdem ausschließlich Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verwendet und bei Beton-Bauteilen wurde teilweise Recyclingbeton verwendet. Die Fahrzeugwäsche und die Herstellung der Salzsole für den Winterdienst erfolgt ausschließlich mit Regenwasser. Hierzu befindet sich unter dem Betriebsgebäude eine Zisterne zur Sammlung des Regenwassers. 

Besonders wichtig für den Neubau war, dass die Beschäftigten der Straßenmeisterei als spätere Nutzer von Anfang an in die Planung und Verhandlungsgespräche eng eingebunden waren, so dass eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitenden vorhanden ist.


Als weiterer Beitrag zum Klimaschutz möchte das Kreis-Straßenbauamt seinen Fuhrpark nach und nach auf alternative Antriebe umstellen. 2018 wurde dafür ein Förderantrag für die Beschaffung von mehreren E-Fahrzeugen gestellt und bewilligt. Ein E-Fahrzeug konnte bereits angeschafft werden. Sobald passende Nutzfahrzeuge mit der passenden Ausstattung und Reichweite auf dem Markt verfügbar sind, sollen weitere E-Fahrzeuge angeschafft werden.

Am 1. Januar 2020 wurde der Strombedarf der Kreiskliniken, der Klinik für Psychatrie (PP.rt) sowie der Verwaltungsgebäude und Schulen des Landkreises Reutlingen auf 100 % hochwertigen Ökostrom mit Label umgestellt. Dies wurde im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung durch den Landkreis Reutlingen initiiert.

Durch die Umstellung auf Ökostrom können die Treibhausgasemissionen, die durch den Strombedarf der genannten Gebäude entstehen, von rund 5.800 Tonnen pro Jahr um 94% gesenkt werden. Dies entspricht der Jahresemissionsmenge von etwa 470 Personen in Deutschland.
 
Die Umstellung auf Ökostrom ist eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzprogrammes im Rahmen des European Energy Awards (eea). Seit 2015 wurden bereits rund 30% des Strombedarfs der Landkreisgebäude mit Ökostrom gedeckt. Mit einer nunmehr 100%-Versorgung mit Ökostrom kann der Landkreis einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Landkreisverwaltung gehen.
  
Der Bezug von Ökostrom ist eine einfache aber sehr effektive Klimaschutzmaßnahme. Ökostrom ist aber nicht gleich Ökostrom. Die Qualität macht den Unterschied: nur wenn kontinuierlich zusätzlich neue erneuerbare Stromproduktion geschaffen wird, kann gesamtgesellschaftlich gesehen eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Bei echten Ökostrom-Anbietern mit Gütesiegel fließt daher ein Teil der Stromkosten in Investitionsvorhaben in Erneuerbare-Energien-Anlagen (Ökostrom-Fondsmodell) oder es wird gefordert, dass ein bestimmter Anteil des Stroms immer aus Anlagen kommen muss, die bspw. nicht älter als sechs Jahre sind (Ökostrom-Händlermodell). Damit kann strukturell die Förderung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und somit die Energiewende unterstützt werden. Dies bescheinigen Labels wie ok power, Grüner Strom Label oder TÜV Süd. Beim Ökostrom des Landkreises handelt es sich um gelabelten Ökostrom, bei dem  mehr als 33% des Stroms aus Anlagen stammen, die jünger als 6 Jahre sind.
Ein Leitfaden zum energieeffizienten Bauen und Sanieren

Seit März 2020 steht allen Bauherren in der Region ein digitaler Leitfaden zur Verfügung, der hilfreiche Tipps und Informationen rund um Energie und Klimaschutz beim Hausbau und bei der Haussanierung gibt.
Digitale Bauherrenmappe

Die digitale Bauherrenmappe finden Sie unter:
www.bauherrenmappe.info

Einführung digitale Bauherrenmappe    PV-Anlage
Nadine Wachter, Klimaschutzbeauftragte beim Landkreis Reutlingen und Anna Schleinitz von der KlimaschutzAgentur freuen sich über die Einführung des digitalen Ratgebers für Bauherren


Mit dem digitalen Ratgeber wird die bisherige „Service-Mappe für Bauherren“ (in Papierform) ersetzt und um Informationen erweitert. Egal ob Sanierung oder Neubau: die Informationen im Leitfaden unterstützen Bürgerinnen und Bürger bei der Planung ihrer Baumaßnahme und helfen, frühzeitig sinnvoll in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren. Damit kann nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, sondern auch bares Geld gespart werden. Zusätzlich stehen Ansprechpartner, Beratungsangebote und Infos zu Finanzierung und Fördermitteln online. Für die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen im Rahmen der Energiewende ist es wichtig, rechtzeitig Unterstützung durch neutrale und unabhängige Profis zu bekommen.
Nach der ersten virtuellen Klimawoche mit Entwicklung der Mitarbeiterkampagne "Gib8 auf den Klimaschutz", veranstaltete der Landkreis im Advent 2018 eine interne virtuelle Sensibilisierungsaktion mit dem Titel „Nachhaltige Adventswoche“ mit anschließendem Gewinnspiel für die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung.

Nachhaltige Adventswoche

Dabei erhielten die Mitarbeitenden täglich eine E-Mail mit im Format von Powerpoint-Folien aufbereiteten Informationen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen und praktischen Tipps für eine nachhaltige und energiesparende Lebensweise in der Adventszeit. Die Weihnachtszeit diente hier als Aufhänger. Die Tipps und Informationen waren jedoch auch auf den Alltag des restlichen Jahres übertragbar. Folgende Schwerpunktthemen wurden dargestellt:
  • Der lokale Klimawandel und der Mythos „Weiße Weihnacht“
  • Energiesparen in der Weihnachtszeit
  • Fairer Konsum und Nachhaltiges Schenken
  • Mobilität und Reisen rund um Weihnachten
  • Faires und klimafreundliches Weihnachtsessen
Am Ende der „Nachhaltigen Adventswoche“ konnten die Mitarbeitenden an einem Quiz teilnehmen und dabei ihr neu erlerntes Wissen testen. Zu gewinnen gab es regionale, faire und klimafreundliche Preise. Außerdem bestand die Möglichkeit, eigene nachhaltige Weihnachtstipps einzureichen, die dann für alle sichtbar rechtzeitig vor Weihnachten im Intranet geteilt wurden.
Die Aktion wurde bei den Mitarbeitenden sehr gut angenommen und erhielt überwiegend positive Resonanz. Die Rücklaufquote der Quizteilnahme lag mit 210 Teilnehmenden bei rund 20 % der Belegschaft. Auch die Möglichkeit, eigene nachhaltige Weihnachtstipps abzugeben wurde rege genutzt, so dass am Ende der Aktion eine umfangreiche Liste mit inspirierenden Tipps und Anregungen rund um ein nachhaltiges Weihnachtsfest und darüber hinaus von Kolleg*innen an Kolleg*innen weitergegeben werden konnte.


Flyer zur Einführung des Pfandbechersystems RECUP am 1. März 2019

Der Landkreis Reutlingen hat im Jahr 2019 zusammen mit den Technischen Betriebsdiensten Reutlingen (TBR) und der KlimaschutzAgentur des Landkreises Reutlingen die Einführung eines Coffee-to-go Pfandsystems in Stadt und Landkreis Reutlingen initiiert. Gemeinsam mit zahlreichen Bäckereien, Cafés, Tankstellen und weiteren Partnerbetrieben, wollen die Initiatoren dadurch den Gebrauch von Kaffee-Einwegbechern und damit die Müllmenge im Landkreis Reutlingen sichtbar reduzieren.

Das System funktioniert folgendermaßen: Gegen ein Pfand von einem Euro kann der RECUP-Becher in einer der Verkaufsstellen mitgenommen und bei jedem teilnehmenden RECUP-Partner bundesweit zurückgegeben werden. Der passende Mehrwegdeckel ist aus hygienischen Gründen nicht Teil des Pfandsystems, kann jedoch bei Bedarf von den Kunden erworben werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung für das Pfandsystem von RECUP war für die Initiatoren die Verbreitung des Systems in der Region und deutschlandweit. Denn ein Pfandsystem steht und fällt mit der Anzahl der teilnehmenden Partner.

Zur Einführung des Coffee-to-go Pfandsystems in Stadt und Landkreis Reutlingen organisierten die Initiatoren einen Aktionstag auf dem Reutlinger Marktplatz mit einem Infostand rund um den neuen Mehrwegbecher und das Pfandsystem. Gleichzeitig gab es bei den Partnerbetrieben zum Auftakt Sonderaktionen in den Filialen vor Ort, um das Pfandsystem bei den Kunden bekannt zu machen.
In der Stadt Reutlingen und im Landkreis sind derzeit rund 20 Partner mit nahezu 60 Verkaufsstellen mit dabei. Einen Überblick über alle Partner deutschlandweit bietet die kostenlose RECUP-App (recup.de/app).

In Zeiten von Corona darf dieser Hinweis nicht fehlen: Seitens der Firma RECUP wurde die Nutzung ihrer Becher aus hygienischer Sicht als absolut unbedenklich eingestuft.
Energiesparbuch

In Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Reutlingen und dem dk-Umweltverlag ist das kleine Reutlinger Energiesparbuch entstanden, welches Kinder im Vor- und Grundschul-Alter auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise über Energiesparen, Klimaschutz und mehr im Landkreis Reutlingen informiert. Zahlreiche Rätsel- und Ausmalaufgaben gestalten das Heft abwechslungsreich und kurzweilig...und nebenbei lernt man auch einiges dazu!

Das Heft kann kostenlos beim Kreisamt für nachhaltige Entwicklung bestellt werden, auch in größeren Mengen: die Kontaktdaten finden Sie auf dem Info-Streifen auf der rechten Seite.

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Bad Urach quadratisch

Eine umfassende Untersuchung der kreiseigenen Berufsschulen, die den Sanierungsbedarf ermittelte und im Rahmen derer auch die Fassaden der Schulen durch Thermografie getestet wurden, fand 2006 statt. Weitere Untersuchungen im Anschluss haben für die Kaufmännische Schule in Bad Urach schließlich ergeben, dass für diesen Standort nicht eine Sanierung, sondern ein Abriss und Neubau des Gebäudes die wirtschaftlichere Variante sei.

Konsequenterweise wurde im Jahr 2010 mit dem Neubau begonnen. Dieser wurde als Passivhaus nach Darmstädter Standard mit einem geplanten Wärmeverbrauch von unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr konzipiert. 
Der Bau der Schule in Bad Urach, die ab sofort Georg-Goldstein-Schule heißt, hat sich in diesem Zuge erfolgreich als „Modellvorhaben zum energieeffizienten Neubau von Nichtwohngebäuden kommunaler und sozialer Einrichtungen“ beworben. Damit ist der als zertifiziertes Passivhaus konzipierte Neubau der Kaufmännischen Schule eines von 16 Modellvorhaben bundesweit, die über drei Jahre wissenschaftlich begleitet werden.

Durchführen wird die dreijährige Begleitforschung und Evaluation das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Hierbei sollen beispielhafte Planungen in der Umsetzung sowie in der Nutzungsphase erprobt werden. Für die Teilnahme am Modellvorhaben hat der Landkreis Reutlingen einen besonders günstigen Kredit der KfW-Bankengruppe für einen Teil der Baukosten erhalten.

Bereits im Oktober 2012 fand im Rahmen des Modellprojektes ein Workshop in der Georg Goldstein Schule statt, in welchem Teilnehmer des Modellvorhabens aus dem gesamten Bundesgebiet sich zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch getroffen haben.

Die Ergebnisse des Modellvorhabens dienen der wissenschaftlichen Vorbereitung der Anwendung der EU-Gebäuderichtlinie, die für Neubauten öffentlicher Gebäude ab 2019 einen Niedrigstenergiegebäude-Standard vorgibt. Des Weiteren erhofft sich der Landkreis Reutlingen Erkenntnisse für eigene Bauvorhaben in der Zukunft.
Erwartet werden von der Begleitforschung hierbei Erkenntnisse zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Standards der Energieeffizienz kommunaler und sozialer Einrichtungen, realisierbare Einsparung von Treibhausgasen sowie Energieverbräuche während der Nutzungsphase, Nutzerverhalten beim Einsatz von Smart-Metering sowie Erkenntnisse zur Weiterentwicklung von gesetzlichen Rahmenbedingungen.


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Das Projekt wurde im Dezember 2014 mit dem Label „Good Practice Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) in der Kategorie „Gebäudebezogene Projekte“ ausgezeichnet. Das Label „Good Practice Energieeffizienz“ vergibt die dena für Aktivitäten und Projekte, die zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs beitragen. Mit dem ausgezeichneten Energieeffizienzprojekt tragen wir zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei.

  • Energieteam nach erfolgreicher Zertifizierung
    Hinter der Umsetzung der Projekte steht ein engagiertes Team mit Mitgliedern aus allen Ämtern, die Einflussmöglichkeiten im Bereich Klimaschutz haben. Das Energieteam ist Motor unseres Klimaschutzprozesses, dem European Energy Award.















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