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Nadine Wachter
Klimaschutzbeauftragte
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Unsere Klimaschutz-Projekte

Hier erhalten Sie eine Übersicht über diverse Projekte des Landkreises im Rahmen des European Energy Awards.
Der Landkreis Reutlingen hat sich im Jahr 2019 im Förderprojekt „HyLand-Wasserstoffregionen in Deutschland“, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgelegt wurde, als „HyStarter“ beworben und wurde als eine von neun Regionen in Deutschland ausgewählt. Der Landkreis Reutlingen konnte sich unter 85 Bewerberkommunen durchsetzen und ist die einzige HyStarter-Region in Baden-Württemberg.

Logo HyStarter

HyStarter - Was ist das?
HyStarter ist Teil des Förderprogrammes „Hyland-Wasserstoffregionen in Deutschland“ vom BMVI, welches sich mit der Förderung von grünem Wasserstoff als Baustein der Energiewende und Klimaziele beschäftigt. Dabei werden Kommunen in drei verschiedenen Kategorien gefördert. Kommunen und Regionen sollen damit, je nach Ausgangslage und Wissensstand, erste Ideen für integrierte Konzepte entwickeln (HyStarter), Pläne konkretisieren und ausarbeiten (HyExperts) beziehungsweise diese Pläne mit Unterstützung des Bundes umsetzen (HyPerformer).

HyStarter-Regionen werden jeweils etwa ein Jahr beraten, um eine regionale Akteurslandschaft aufzusetzen und Konzeptideen zur Integration von Wasserstoff in das regionale Energiesystem zu entwickeln. Ziel der Förderung ist eine gemeinsame Erarbeitung eines durch alle beteiligten Akteure in der Region akzeptierten und mitgetragenen Konzepts zur Initiierung und Realisierung einer regionalen Wasserstoffwirtschaft als Vorbereitung für eine Umsetzung und Antragsstellung als HyExperts oder HyPerformer.

www.hy-starter.de

Ablauf und Förderdetails
Der Projektzeitraum für HyStarter-Regionen ist in zwei Phasen eingeteilt. In Phase 1, ab September 2019, sind bereits fünf Wasserstoffregionen in den Prozess gestartet. Der Landkreis Reutlingen wurde der Phase 2 zugeteilt. Diese startet ab Mai/Juni 2020. Der Landkreis gewinnt mit dem Förderprojekt einen Beratungsprozess für den Aufbau eines Akteursnetzwerks vor Ort sowie für die anschließende gemeinsame Erarbeitung erster Konzeptideen bzw. einer Wasserstoffroadmap für die Region in sechs ganztägigen Workshops.

Die Beratung erfolgt sowohl organisatorisch als auch inhaltlich durch ein Konsortium aus verschiedenen Expert*innen der Unternehmen Spilett, Choice, Becker-Büttner-Held Consulting, EE ENERGY ENGINEERS und dem Reiner-Lemoine-Institut. Dieses Konsortium berät alle neun HyStarter-Regionen in Deutschland. Die Förderung ist damit nicht mit direkten finanziellen Zuwendungen für den Landkreis verbunden, sie erfolgt indirekt als Beratungsdienstleistung.

Aktuelles
Derzeit beschäftigen wir uns mit der Auswahl der Akteure für das Akteursnetzwerk. Dafür stellen wir Überlegungen an, wie eine regionale Wasserstoffwirtschaft aussehen könnte und welche Akteure dafür notwendig sind. Dazu stehen wir bereits in Kontakt mit diversen Akteuren, die Interesse am Thema Wasserstoff haben oder bereits in diesem Bereich aktiv sind. Nächster Schritt ist es dann, alle von uns identifizierten Akteure zu einem ersten Strategiedialog einzuladen. Gemeinsam mit unseren Beratern haben wir besprochen, dass es sinnvoll ist, zu unserem ersten Strategiedialog, voraussichtlich im Juli 2020, einen breiteren Akteurskreis einzuladen, um möglichst viele Akteure für den Prozess zu interessieren und alle vorhandenen Ideen zu sammeln und zu bündeln. Der Akteurskreis soll anschließend enger gefasst werden, um mit einem Kernteam konzentriert an einem Wasserstofffahrplan für den Landkreis Reutlingen zu arbeiten.
Im September 2018 wurde der Neubau der Straßenmeisterei in Münsingen nach besonderen Klima- und Umweltstandards fertig gestellt. Der neue Standort und das moderne Gebäude ermöglichen eine effektivere Erledigung der Betriebsabläufe z.B. durch eine bessere Erreichbarkeit oder die Unterbringung des Fuhrparks direkt vor Ort. Die offizielle Einweihung mit einem "Tag der offenen Tür" fand dann am 12. Mai 2019 statt. Seitdem haben sich bereits zahlreiche regionale und überregionale Besucher die Straßenmeisterei als Modellprojekt angesehen.

Straßenmeisterei Münsingen

Die Straßenmeisterei wurde als CO2-neutrales Gebäude konzipiert. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Holzhackschnitzelanlage, deren nachwachsende Rohstoffe aus den Straßenbegleitflächen gewonnen werden. Voraussichtlich noch in 2020, nach etwa einem Jahr Betriebszeit, soll zusätzlich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Straßenmeisterei installiert werden. Nach derzeitigen Berechnungen kann der benötigte Strom für die elektrischen Anlagen von Mitte März bis Mitte Oktober vollständig aus der Photovoltaikanlage gedeckt werden. In den Monaten von November bis Februar kann ein Teil des Strombedarfs gedeckt werden. Insgesamt gesehen, liefert die Photovoltaikanlage dann ca. 10 % mehr Strom als die Straßenmeisterei benötigt.

Beim Bau des Gebäudes wurde außerdem ausschließlich Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verwendet und bei Beton-Bauteilen wurde teilweise Recyclingbeton verwendet. Die Fahrzeugwäsche und die Herstellung der Salzsole für den Winterdienst erfolgt ausschließlich mit Regenwasser. Hierzu befindet sich unter dem Betriebsgebäude eine Zisterne zur Sammlung des Regenwassers. 

Besonders wichtig für den Neubau war, dass die Beschäftigten der Straßenmeisterei als spätere Nutzer von Anfang an in die Planung und Verhandlungsgespräche eng eingebunden waren, so dass eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitenden vorhanden ist.


Als weiterer Beitrag zum Klimaschutz möchte das Kreis-Straßenbauamt seinen Fuhrpark nach und nach auf alternative Antriebe umstellen. 2018 wurde dafür ein Förderantrag für die Beschaffung von mehreren E-Fahrzeugen gestellt und bewilligt. Ein E-Fahrzeug konnte bereits angeschafft werden. Sobald passende Nutzfahrzeuge mit der passenden Ausstattung und Reichweite auf dem Markt verfügbar sind, sollen weitere E-Fahrzeuge angeschafft werden.

Am 1. Januar 2020 wurde der Strombedarf der Kreiskliniken, der Klinik für Psychatrie (PP.rt) sowie der Verwaltungsgebäude und Schulen des Landkreises Reutlingen auf 100 % hochwertigen Ökostrom mit Label umgestellt. Dies wurde im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung durch den Landkreis Reutlingen initiiert.

Durch die Umstellung auf Ökostrom können die Treibhausgasemissionen, die durch den Strombedarf der genannten Gebäude entstehen, von rund 5.800 Tonnen pro Jahr um 94% gesenkt werden. Dies entspricht der Jahresemissionsmenge von etwa 470 Personen in Deutschland.
 
Die Umstellung auf Ökostrom ist eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzprogrammes im Rahmen des European Energy Awards (eea). Seit 2015 wurden bereits rund 30% des Strombedarfs der Landkreisgebäude mit Ökostrom gedeckt. Mit einer nunmehr 100%-Versorgung mit Ökostrom kann der Landkreis einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Landkreisverwaltung gehen.
  
Der Bezug von Ökostrom ist eine einfache aber sehr effektive Klimaschutzmaßnahme. Ökostrom ist aber nicht gleich Ökostrom. Die Qualität macht den Unterschied: nur wenn kontinuierlich zusätzlich neue erneuerbare Stromproduktion geschaffen wird, kann gesamtgesellschaftlich gesehen eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Bei echten Ökostrom-Anbietern mit Gütesiegel fließt daher ein Teil der Stromkosten in Investitionsvorhaben in Erneuerbare-Energien-Anlagen (Ökostrom-Fondsmodell) oder es wird gefordert, dass ein bestimmter Anteil des Stroms immer aus Anlagen kommen muss, die bspw. nicht älter als sechs Jahre sind (Ökostrom-Händlermodell). Damit kann strukturell die Förderung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und somit die Energiewende unterstützt werden. Dies bescheinigen Labels wie ok power, Grüner Strom Label oder TÜV Süd. Beim Ökostrom des Landkreises handelt es sich um gelabelten Ökostrom, bei dem  mehr als 33% des Stroms aus Anlagen stammen, die jünger als 6 Jahre sind.
Ein Leitfaden zum energieeffizienten Bauen und Sanieren

Seit März 2020 steht allen Bauherren in der Region ein digitaler Leitfaden zur Verfügung, der hilfreiche Tipps und Informationen rund um Energie und Klimaschutz beim Hausbau und bei der Haussanierung gibt.
Digitale Bauherrenmappe

Die digitale Bauherrenmappe finden Sie unter:
www.bauherrenmappe.info

Einführung digitale Bauherrenmappe    PV-Anlage
Nadine Wachter, Klimaschutzbeauftragte beim Landkreis Reutlingen und Anna Schleinitz von der KlimaschutzAgentur freuen sich über die Einführung des digitalen Ratgebers für Bauherren


Mit dem digitalen Ratgeber wird die bisherige „Service-Mappe für Bauherren“ (in Papierform) ersetzt und um Informationen erweitert. Egal ob Sanierung oder Neubau: die Informationen im Leitfaden unterstützen Bürgerinnen und Bürger bei der Planung ihrer Baumaßnahme und helfen, frühzeitig sinnvoll in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren. Damit kann nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, sondern auch bares Geld gespart werden. Zusätzlich stehen Ansprechpartner, Beratungsangebote und Infos zu Finanzierung und Fördermitteln online. Für die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen im Rahmen der Energiewende ist es wichtig, rechtzeitig Unterstützung durch neutrale und unabhängige Profis zu bekommen.
Energiesparbuch

In Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Reutlingen und dem dk-Umweltverlag ist das kleine Reutlinger Energiesparbuch entstanden, welches Kinder im Vor- und Grundschul-Alter auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise über Energiesparen, Klimaschutz und mehr im Landkreis Reutlingen informiert. Zahlreiche Rätsel- und Ausmalaufgaben gestalten das Heft abwechslungsreich und kurzweilig...und nebenbei lernt man auch einiges dazu!

Das Heft kann kostenlos beim Kreisamt für nachhaltige Entwicklung bestellt werden, auch in größeren Mengen: die Kontaktdaten finden Sie auf dem Info-Streifen auf der rechten Seite.

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  • Energieteam nach erfolgreicher Zertifizierung
    Hinter der Umsetzung der Projekte steht ein engagiertes Team mit Mitgliedern aus allen Ämtern, die Einflussmöglichkeiten im Bereich Klimaschutz haben. Das Energieteam ist Motor unseres Klimaschutzprozesses, dem European Energy Award.















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