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Gemeinsam Lehre gestalten - Nachwuchs fördern - gesundheitliche Versorgung in der Region durch gezielte Vernetzung sichern

Pressemitteilungen

Ende Januar organisierte das Kreisgesundheitsamt zwei Veranstaltungen, um die gesundheitliche Versorgung im Landkreis Reutlingen auch in Zukunft zu sichern.

„Tag der Lehre“: Das Potential des Landkreises für angehende Medizinerinnen und Mediziner soll sichtbar werden

Gemeinsam mit dem Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung der Universität Tübingen, entwickelt das Kreisgesundheitsamt neue Wege für die medizinische Ausbildung in der Region. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) gefördert. 

Wie kann der Landkreis Reutlingen Medizinstudierenden attraktive Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten? Wie lässt sich theoretische Lehre sinnvoll mit der Praxis vor Ort verknüpfen? Und wie können regionale Akteurinnen und Akteure gemeinsam dazu beitragen, die medizinische Versorgung langfristig zu stärken? Diesen Fragen widmete sich der „Tag der Lehre“.

Eingeladen waren Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Apothekerinnen und Apotheker, Mitarbeitende der Rettungsdienste sowie weitere Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitswesen der Region. Ziel der Veranstaltung war es, ein regionales Lehrnetzwerk aufzubauen und mit praktischen Lehrformaten die medizinische Ausbildung stärker in der Region zu verankern. 

„Wir möchten die medizinische Ausbildung näher an die Lebens- und Arbeitsrealität in der Region heranführen,“ betont Dr. Kersten Wolfers, Leiterin des Kreisgesundheitsamts Reutlingen. „Theoretische Lehre soll stärker mit praktischen Erfahrungen verbunden und vor Ort erlebbar werden.“

Vernetzungstreffen fördert Austausch

Im Anschluss an den „Tag der Lehre“ fand der Auftakt zur „Vernetzung der Leistungserbringer“ statt. Leistungserbringer aus verschiedenen Sektoren und Berufsgruppen waren eingeladen, im Rahmen eines World Cafés miteinander ins Gespräch zu kommen und auszuarbeiten, wo die Zusammenarbeit in der Patientenversorgung bereits gut funktioniert und wo mögliche Verbesserungspotentiale liegen. 

Die engere Verzahnung möglichst vieler Leistungserbringer gilt als zentral, um wachsenden Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen. Eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit kann dazu beitragen, Über-, Unter- und Fehlversorgung zu reduzieren, die Versorgungsqualität zu verbessern und Patientinnen und Patienten ganzheitlich über Versorgungsgrenzen hinweg zu begleiten. 

Besonders für chronisch kranke und multimorbide Menschen ist eine koordinierte, integrierte Versorgung entscheidend, ebenso wie die Vermeidung von Versorgungsbrüchen, etwa beim Übergang von der Klinik in die ambulante Versorgung.

„Nur wenn Studium, Praxis und regionale Netzwerke Hand in Hand arbeiten, können wir den medizinischen Nachwuchs fördern und gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau gewährleisten“, so Dr. Kersten Wolfers.