Neues vom Neubau: Berufsfeuerwehr macht sich mit dem neuen Gebäude vertraut
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Vergangenen Monat hat die Berufsfeuerwehr der Stadt Reutlingen die Baustelle des neuen Landratsamtes besichtigt. Das Ziel der insgesamt 14 Feuerwehrleute ist es gewesen, sich bei einer Führung mit den Begebenheiten vor Ort vertraut zu machen und den Neubau frühzeitig kennenzulernen. Sollte es später zu einem Vorfall kommen, können sie so schnell und gezielt handeln. Bereits im Vorfeld haben zwei weitere Führungen mit anderen Wachabteilungen der Feuerwehr stattgefunden, um möglichst vielen Einsatzkräften das Gebäude näher zu bringen.
Für das neue Verwaltungsgebäude ist ein objektbezogenes Brandschutzkonzept erstellt worden, das auf den bauordnungsrechtlichen Schutzzielen basiert.
Die notwendigen ersten und zweiten Rettungswege in den Bürogeschossen werden baulich bereitgestellt. Der Erste Rettungsweg erfolgt in das nächstgelegene Treppenhaus, hierbei wird die maximal zulässige Rettungsweglänge von 35 Metern für Aufenthaltsräume eingehalten. Der Zweite Rettungsweg führt über einen zweiten unabhängigen Treppenraum. Durch diese baulichen Rettungswege werden im Gebäude keine Anleiterstellen oder Rettungsfenster benötigt.
In allen Geschossen kommt eine flächendeckende Brandmeldeanlage mit automatischer flächendeckender Alarmierung zum Einsatz. Diese wird zur Feuerwehrleitstelle Reutlingen aufgeschaltet.
Am Nebeneingang an der Ludwigstraße wird die Erstinformationsstelle für die Feuerwehr eingerichtet. Die Feuerwehrinformationszentrale mit Feuerwehr-Laufkarten, Feuerwehr-Anzeigetableau und Feuerwehr-Bedienfeld befindet sich im Inneren des Gebäudes.
Für die Zentralregistratur und weitere Archivflächen, die sich im dritten Untergeschoss befinden, wird eine Wassernebellöschanlage eingerichtet. Diese nutzt fein zerstäubtes Wasser, um Brände effizient zu löschen und gleichzeitig Wasserschäden zu minimieren. So wird das Archivgut möglichst geschont.
Die Großgarage erhält einen flächendeckenden Sprinklerschutz und bleibt daher ausgenommen von der Überwachung durch automatische Brandmelder. Ein großer Sprinklertank stellt sicher, dass im Brandfall sofort ausreichend Wasser für die Löschvorgänge zur Verfügung steht.
Im gesamten Gebäude gibt es sogenannte Feuerwehrentnahmestellen. Bei den roten Kästen handelt es sich speziell gekennzeichnete „trockene Entnahmestellen". Hier wird das Wasser durch die Feuerwehr erst im Bedarfsfall in die Leitung geführt. Die Einspeisestellen für die Feuerwehr befinden sich außen am Gebäude.