Ihr Ansprechpartner

Kreisfachberatung für Obst- und Gartenbau

Telefon:
07121 480-3327
Fax:
07121 480-1834

Aktuelles aus der grünflächenberatungsstelle

16.09.2020
Einladung zur Gartenführung in Kusterdingen 


GartenbesichtigungBraun

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gartenfreunde,

der Herbst naht und präsentiert seine Schönheit mit kräftigen Farbtupfern und warmen Farben. Orange, Rot, Gelb und Braun sind dann die Blumen und Blätter, wenn wir nach draußen gehen und schau’n.
Am Freitag, den 18. September 2020 laden wir Sie herzlich zu einer Gartenbesichtigung nach Kusterdingen ein. Nachdem unsere erste Gartenbesichtigung bei Frau Iris Braun großen Anklang fand, freuen wir uns erneut eine Führung durch den ca. 15 Ar großen Vielfaltsgarten von Frau Braun anbieten zu können. Frau Braun ist Mitglied der Gesellschaft für Staudenfreunde und ist durch ihre Gartenführungen überregional bekannt. Die Gesellschaft für Staudenfreunde hat es sich zu Aufgabe gemacht, die Gartenkultur und die Verwendung von Stauden in Gärten zu fördern.
Beginn der Veranstaltung ist 16:00 Uhr.
Treffpunkt: Gartenstraße 34, 72127 Kusterdingen, am Garteneingang
Da die Parkplätze in der Gartenstraße begrenzt sind, bitten wir Sie in der umliegenden Nachbarschaft zu parken. Dort stehen Ihnen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Der Garten von Frau Braun ist fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen.
Anlässlich der aktuellen Corona-Situation möchten wir die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzen. Wir möchten alle Teilnehmer bitten, im Garten einen ausreichenden Abstand zur nebenstehenden Person zu halten.
Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 3,- € pro Person und wird vor Beginn der Veranstaltung bar kassiert.
Geschäftsstelle:

Tel: 07121 / 480-3327
E-Mail: Günflächenberatung@Kreis-Reutlingen.de

Zu dieser Veranstaltung laden die Grünflächenberatungsstelle des Landratsamtes Reutlingen und der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine herzlich ein. Wir freuen uns bekannte Gesichter aus unseren Obst- und Gartenbauvereinen, sowie alle Freunde und Förderer zu sehen und hoffen, dass Sie alle wohlauf sind!


10.08.2020
Alte Obstsorten im Handel erhältlich 


Heute wurden die ersten Jakob Fischer Äpfel geliefert. Ab morgen sind sie in ausgewählten Märkten in der Region erhältlich!

Alte Sorte: Jakob Fischer

Ab Mitte August ist die Sorte Jakob Fischer reif. Sie ist nur kurze Zeit lagerfähig. Die geerteten Äpfel sollten deshalb schnell verarbeitet werden. Der Jakob Fischer Apfel wird vorzugsweise als Tafelsorte gehandelt und eignet sich hervorragend zur Herstellung von Apfelmus oder zum Frischverzehr.

Unsere Streuobstwiesen sind ein einmaliger Landschaftsraum, der nicht nur wertvolle Funktionen für den Arten und Klimaschutz übernimmt, sondern auch einen wahren Schatz an traditionellen und schmackhaften Sorten beherbergt. Leider hat in den letzten Jahrzehnten das Streuobst immer mehr an Wert verloren und die Mostobstpreise waren und sind unbefriedigend. Aber die Zeiten ändern sich: die regionale Versorgung der Bevölkerung, der Erhalt der Kulturlandschaft und Klima und Artenschutz rücken zunehmend in das Bewusstsein der Verbraucher/innen in Baden Württemberg. Diese Chance wollen wir nutzen!
Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. hat sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern das Ziel gesetzt, Obst aus den Streuobstwiesen an Verarbeiter und Handel zu vermitteln. Die Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle des Streuobstparadieses treten dabei als Vermittlerinnen auf, bündeln, koordinieren und organisieren die Lieferungen, um der klein strukturierten Streuobstlandschaft mit ihren vielfältigen Bewirtschaftungsstrukturen Zugang zum Markt zu verschaffen. Dazu hat die Geschäftsstelle des Schwäbischen Streuobstparadies ausgewählte Lebensmitteleinzelhändler (EDEKA und REWE) im Vereinsgebiet kontaktiert und ihnen angeboten, alte Apfelsorten aus den umliegenden Obstwiesen im Herbst in ihren Märkten zu verkaufen. Erfreulicherweise ist das Vorhaben bei den Einzelhändlern auf Begeisterung gestoßen und wir suchen nun Lieferanten, die die Äpfel bereitstellen können.

Für dieses Jahr sind keine Anmeldungen mehr möglich. Halten Sie aber unbedingt Ausschau nach alten Sorten aus dem Streuobstparadies. Bis Herbst werden von Jakob Fischer über Kardinal Bea und Goldparmäne verschiedene Apfelsorten angeboten.


30.07.2020
Einsatz für den Alpenbock im Landkreis Reutlingen


Isabel Möhrle, Kreisfachberaterin für Obst- und Gartenbau, war kürzlich auf Streuobstwiesen im Landkreis Reutlingen unterwegs. Dabei entdeckte sie in einem älteren Streuobstbestand in der Nähe Pfullingens zwischen liegendem und stehendem Totholz einen blau schimmernden Käfer. "Erst beim zweiten Blick war ich mir sicher, dass es sich um einen Alpenbock handelt und ich machte einen innerlichen Freudensprung. Ich hatte davor noch nie einen Alpenbock in freier Natur zu Gesicht bekommen, dass ich ihn auf einer Streuobstwiese entdeckt habe, freut mich in besonderer Weise“, so Isabel Möhrle. Dass sie den Alpenbock in Pfullingen entdecken und fotografieren konnte, ist auf eine lange Tradition in den Wäldern im Kreis Reutlingen zurückzuführen. Die naturräumliche Ausstattung mit Felsen und trockenen Bereichen am Albtrauf mit hohen Totholzanteilen bietet dem Alpenbock seinen Lebensraum.

Alpenbock auf Totholz
 
Vermutlich ist der Alpenbock eine eiszeitliche Reliktart, die unter anderem an den besonnten Felsen am Albtrauf im Kreis Reutlingen überlebt und von dort aus die Alpen wiederbesiedelt hat. In den Wäldern am Albtrauf boten sich für den Alpenbock über Jahrtausende hinweg günstige Lebensbedingungen“, erklärt Kreisforstamtsleiter Matthias Kiess.
 
Das Augenmerk der Försterinnen und Förster liegt seit Jahrzehnten auf der Erhaltung dieser imposanten blau-schwarzen Käferart. Dabei wurde vor allem darauf geachtet, dass in besonnten Lagen im Bereich von Bad Urach bis Pfullingen und Reutlingen genügend Totholz im Wald verbleibt. In den Bannwäldern um Urach, die bereits vor dem ersten Weltkrieg ausgewiesen wurden und den extensiv bewirtschafteten Flächen im Bereich der Felsen hatte der Alpenbock auch in Zeiten intensiverer Waldbewirtschaftung noch einen sicheren Lebensraum. In den ehemaligen Forstämtern Bad Urach und Reutlingen wurden bereits seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts Maßnahmen für den Alpenbock ergriffen. So wurden bereits in den 1960er Jahren beispielsweise im Bereich des Runden Berges Alt- und Totholz gezielt für den Alpenbock im Wald belassen. Dem Forstamt des Landkreises Reutlingen ist der Erhalt von Lebensstätten des Alpenbocks ein wichtiges Anliegen. Ein umfangreiches Angebot an Totholz sorgt für zahlreiche Brutplätze des besonderen Käfers. Die Ausweisung der Kernzonen im Biosphärengebiet, Alt- und Totholzkonzepte im öffentlichen Wald sowie gezielte Maßnahmen zur Förderung des Alpenbocks zeigen Wirkung. Im Rahmen einer umfassenden Kartierung der Alpenbock-Lebensstätten im Jahr 2013 konnte ein zusammenhängendes Verbreitungsgebiet am Albtrauf im Landkreis Reutlingen nachgewiesen werden. Der Landkreis Reutlingen hat im Rahmen des 111-Arten-Korbs der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg besondere Verantwortung für den Alpenbock übernommen. Darin finden sich 111 Arten, die besonders auf unsere Hilfe angewiesen sind und schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg vorkommen. Durch die Aufnahme in den Anhang II und IV der FFH-Richtlinie unterliegt er dem besonders strengen europäischen Schutzregime. Im Anhang II der FFH-Richtlinie sind Tier- und Pflanzenarten aufgelistet, für die Schutzgebiete im NATURA 2000-Netz eingerichtet werden müssen. Anhang IV ist eine Liste von Tier- und Pflanzenarten, die unter dem besonderen Rechtsschutz der EU stehen, weil sie selten und schützenswert sind.
 
Gelegentlich erreichen das Kreisforstamt Reutlingen Anzeigen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, der asiatische Laubholzbock habe den Kreis Reutlingen erreicht. Dieser neu einwandernde, gefürchtete Holzschädling unterliegt besonderen Quarantänevorschriften der EU. Die eingereichten Fotos zeigten in der Vergangenheit allerdings immer eindeutig den Alpenbock, der von Laien leicht mit dem asiatischen Laubholzbock verwechselt werden kann.

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  • Bismarckstraße 47
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  • Telefon 07121 480-0