Ihr Ansprechpartner

Kreisfachberatung für Obst- und Gartenbau

Telefon:
07121 480-3327
Fax:
07121 480-1834

Kursangebote der Grünflächenberatungsstelle 

Unterstützungs- & Weiterbildungsangebote 

Interessierten Mitbürgern stehen in Umfang und Inhalten unterschiedlich weitreichende Kursangebote offen. Die Veranstaltungen sind recht kurzweilig und informativ und reichen vom Sortenrundgang bis hin zu Veredelungskursen.

Gartenführung
Die Grünflächenberatungsstelle berät Städte und Gemeinden, aber auch die Bürger in allen Fragen des öffentlichen oder privaten Grüns.
Hier bekommen Sie Auskunft beispielsweise zum Haus- und Kleingartenwesen, zu Gemüse- und Obstanbau, zu Ziergärten und Blumenschmuck, Bodenpflege, zum Düngen, Kompostieren oder zum Pflanzenschutz.

Rufen Sie uns an! Weil wir aber auch viel unterwegs sind erreichen Sie die Grünflächenberatung unter der zentralen Telefonnummer:

07121 / 480-3327

und zwar

Montag, Dienstag, und Freitag von 09.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 - 17.30 Uhr.



Für gärtnerisch interessierte Mitbürger gibt es in den Ballungsräumen des Albvorlandes einen hohen Wissensbedarf zum richtigen, fachlichen Umgang mit Zier- und Nutzpflanzen. Viele Besitzer von Streuobstwiesen haben keinerlei Kenntnisse erwerben können, die Weitergabe des Wissens über die Generationen hinweg ist weitestgehend unterbrochen. Da kein Geld mehr erwirtschaftet werden kann, aufgrund anhaltender Tiefstpreise für Obst, gibt es daher keine Motivation für die Bewirtschaftung. Nutzpflanzen wie Beeren im Hausgarten werden ebenfalls meist ohne fachlichen Hintergrund geschnitten. Ziersträucher erhalten häufig den gefürchteten „Hausmeisterschnitt“, der in den meisten Fällen zu unerwünschten/unansehnlichen Wuchsreaktionen führt.

Schnittkurs Pfullingen

Zielsetzung der Kreisfachberater
Die Grünflächenberatungsstelle des Landratsamtes Reutlingen bietet viertägige Seminare an über den Schnitt und die Pflege von Obst- und Ziergehölzen, sowie Gartenpflege im Hausgarten. In Unterricht und praktischer Unterweisung werden Grundkenntnisse, Tipps und Anregungen für die richtige Pflege der gärtnerischen Kulturen gegeben. Auch geeignetes Werkzeug wird vorgestellt und erläutert.
Die Seminare geben keine Zertifikate oder Urkunden aus und es findet keine Erfolgskontrolle statt. Damit soll das Angebot bewusst niederschwellig gehalten werden.
Die Schnittseminare können als Vorstufe der Fachwartausbildung begriffen werden. Sie finden alle zwei Jahre, gegenläufig zu den Fachwarteausbildungen statt. 

Kosten und Orte
Die Teilnahmegebühr einschließlich Unfallversicherung beträgt je Seminar und
Person 40,- €. Die Teilnehmerzahl wird aus technischen Gründen auf 25 Personen je Seminar beschränkt.
Seminare werden zurzeit in den folgenden Orten im Landkreis verteilt angeboten:
Pfullingen, Dettingen/Erms, Pliezhausen
In über 100-stündiger Ausbildung werden Fachwarte für Obst und Garten nach Curriculum des Landesverbandes für Obst- und Gartenbau (LOGL) ausgebildet. Der Ausbildungsplan wurde durch umfangreiche naturschutzfachliche Inhalte ergänzt.
Beispiele:
  •  Habitatbäume (Bruthöhlenbäume mit hohem Anteil Totholz im Starkastbereich) sind so zu erhalten, dass von ihnen keine Gefahr durch herabfallende Äste ausgeht und dass sie freistehend und besonnt ein wertvolles Lebensraumangebot darstellen
  • Nachpflanzungen sind mit robusten und resistenten alten und neuen Sorten für den extensiven Anbau vorzunehmen, so dass die Bäume eine hohe Lebenserwartung erlangen.
  • Strukturreichtum ist eine Basis für Artenreichtum - dazu gehören Lesesteinhaufen, Reisighäufen, Altgrasbestände
  • Vor der Bekämpfung von Schädlingen steht unbedingt die Förderung von Nützlingen, die Kontrolle von Nützlingsvorkommen in Befallssituationen und keine Bekämpfung von Schädlingen, die als Nützlingsfutter gelten können (Grüne Apfelblattlaus u.a.)
Die Fachwartausbildung findet alle zwei Jahre statt. Der nächste Kurs beginnt im Januar/Februar 2021. Bei Interesse dürfen Sie sich gerne vormerken lassen.
Die Juniorfachwartausbildung wird 2021 in Zusammenarbeit mit den Landkreisen Tübingen und Zollernalb zum ersten Mal stattfinden. 
An 4-5 Samstagen wollen wir Jugendlichen im Alter von 12-17 die Möglichkeit geben unsere Streuobstwiesen besser kennen zu lernen. 
Wir werden die ökologische Wertigkeit von Streuobstwiesen entdecken, Bäume pflanzen und fachgerecht schneiden und Produkte von der Streuobstwiese herstellen. Denn Regionalität und Saisonalität hat durch die FFF-Bewegung bei jungen Menschen an Bedeutung gewonnen. Wir zeigen euch, was bei euch vor der Haustüre wächst!

Falls Ihr Interesse habt, 2021 zu den ersten Juniorfachwarten des Landkreises zu gehören, meldet euch bei uns!
Bei jedem gärtnerischen Handeln spielt die Begegnung mit Krankheiten und Schädlingen eine große Rolle. Im Obstbau und Hausgarten ist die Basis unserer Beratung der Integrierte Anbau. Dabei ist die oberste Prämisse die Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und Einsatz nur, wenn ohne Einsatz ein erheblicher Schaden für die Pflanze stattfinden würde. Bei der Wahl von Pflanzenschutzmitteln ist schließlich intensiv zu prüfen, welche unerwünschte Schadwirkung eintreten kann, wobei biologischen Verfahren der Vorrang gegeben wird. Teilnehmer werden aufgeklärt über Zusammenhänge von Pflanzenschutzmaßnahmen und Naturhaushalt, wie z.B. der Problematik von Neonikotinoiden
Die Kreisfachberater organisieren die Arbeit der Streuobstpädagogen im Landkreis. Durch deren Arbeit in den Schulen kommen viele Kinder in erste Kontakte mit Boden, Insekten, Artenreichtum der Wiesen und vieles mehr. Damit wird die nächste Generation zum Thema Biodiversität sensibilisiert und trägt das Thema wieder in die Familien. Die Streuobstpädagogen erhalten Fortbildungen z.B. zu Insekten der Streuobstwiese (am Listhof), Wildkräuter, Streuobstsorten, Habitatbäume.

Sie möchten mit Ihrer Schulklasse einen Streuobstpädagogen engagieren oder möchten selbst eine Ausbildung zum Streuobstpädagogen machen? Melden Sie sich gerne bei uns, bei uns bekommen Sie alle weiteren Informationen. 

Pflanzschild Klasse 4B an Baum
Die Kreisfachberater betreuen als Geschäftsführer den Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine (KOV) und die Fachvereinigung Obstbau (FV-O).
Der Erhalt der Gartenkultur als Gegenpol zu den Kiesgärten ist mitunter zentrale Aufgabe des KOV. Die Förderung der Streuobstbewirtschaftung ist mitunter zentraler Inhalt der FV-O. Dazu organisieren die Kreisfachberater in Zusammenarbeit mit den Vereinsmitgliedern Fortbildungen und Lehrfahrten u.a. zu Themen: BIO-Anbau, Besuch Staudengärtnereien, artenreiche Gärten. Veranstaltungen wie Veredelungen von Bäumen oder Sommerschnittkurse werden ebenfalls angeboten.

  • Landratsamt Reutlingen
  • Bismarckstraße 47
  • 72764 Reutlingen
  • Telefon 07121 480-0