Bürgerservice

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen beantragen

Der Kreis Reutlingen hat eine Stelle, die bei Antragstellung, bzw. davor Beratung bietet:

Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige


Die Eingliederungshilfe steht Menschen zu, die nicht nur vorübergehend wesentlich körperlich, geistig oder seelisch behindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind. Die Folgen der Behinderung sollen dadurch gemindert und die Integration erleichtert werden.

Eingliederungshilfe kann die folgenden Leistungen betreffen:

  • Wohnen (z.B. betreutes Wohnen, Wohnen in einem Heim)
  • Beschäftigung (z.B. in Werkstätten für behinderte Menschen)
  • familienentlastende Hilfen
  • Förderung behinderter Kinder in Kindertagesstätten oder Schulen
  • Unterstützung in der Ausbildung und im Studium
  • Versorgung mit Hilfsmitteln

Die Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe können sowohl Geld- als auch Sachleistungen oder persönliche Hilfen sein. Der Umfang oder die Höhe der Leistungen hängt vom Grad der Behinderung, aber auch von den Vermögensverhältnissen ab. Bei der Berechnung der Höhe der Eingliederungshilfe wird sowohl das eigene Einkommen als auch das von unterhaltspflichtigen Verwandten einberechnet.

Die Eingliederungshilfe kann auch als persönliches Budget gewährt werden. In diesem Fall bekommen Sie einen monatlichen Geldbetrag, von dem Sie Dienstleistungen, die Sie benötigen, um am Leben der Gesellschaft teilzunehmen, bezahlen können.

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Mitarbeiter
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Lichtenstein, Riederich, Schulbegleitung
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung, Metzingen A-Se, Frühe Hilfen (EGH)
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Metzingen Sf-Z, Eningen, Grafenberg
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Münsingen K-Md
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung, Engstingen, Gomadingen, Sonnenbühl, Münsingen Me-S, Frühe Hilfen (EGH)
  • Stellvertr. Sachg.leitung, Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Hayingen, St. Johann, Mehrstetten, Münsingen A-J, Zwiefalten, Lohnkostenzuschuss, Schulbegleitung
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Dettingen, Römerstein, Schulbegleitung
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Bad Urach L-Z, Hülben, Schulbegleitung
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Trochtelfingen
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Hohenstein, Pfronstetten, Münsingen T-Z, Frühe Hilfen (EGH)
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung, Bad Urach A-K, Grabenstetten
  • Eingliederungshilfe Fallmanagement und Beratung Pfullingen, Pliezhausen, Walddorfhäslach, Schulbegleitung
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Team
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Voraussetzungen

Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten Menschen mit Behinderungen, die durch ihre Behinderungen wesentlich an einer gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt sind.

Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können. Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn der Körper- und Gesundheitszustand von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht. Menschen sind von Behinderung bedroht, wenn eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

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Verfahrensablauf

Vereinbaren Sie zunächst einen Termin mit dem zuständigen Sozialamt. Es hat auch den Auftrag, Menschen mit Behinderungen umfassend in allen Belangen zu unterstützen und zu beraten.

Die Beratung umfasst zum Beispiel die persönliche Situation des Menschen mit Behinderungen, die Leistungen der Eingliederungshilfe und die Leistungen anderer Leistungsträger und die Verwaltungsabläufe. Die Unterstützung umfasst unter anderem Hilfe bei der Antragstellung und Hilfe bei der Klärung, wenn weitere Stellen zuständig sind.

Das Sozialamt wird dann gemeinsam mit Ihnen klären, was zu tun ist und Ihnen sagen, welche Unterlagen benötigt werden. In der Regel wird das Sozialamt mit dem Menschen mit Behinderungen oder mit der rechtlichen Vertretung ein ausführliches Gespräch zur Bedarfsermittlung führen.

Das Sozialamt schickt Ihnen das Ergebnis der Bedarfsermittlung zu. Im Anschluss an die Bedarfsermittlung stellt das Sozialamt im Rahmen des Gesamtplanverfahrens die Leistungen der Eingliederungshilfe fest. Dafür erhalten Sie einen Bewilligungsbescheid. Nach der Feststellung der Leistungen erstellt das Sozialamt mit Ihnen gemeinsam einen Gesamtplan, der regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre überprüft und fortgeschrieben wird.

Wenn der Mensch mit Behinderungen zusätzlich Leistungen der Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung nach dem Sozialgesetzbuch XII benötigt, ist dazu ein eigener Antrag erforderlich, da diese Leistungen nicht zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören. Das Sozialamt bespricht mit Ihnen, wie Sie diesen Antrag stellen können und welche Unterlagen dazu erforderlich sind.

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Erforderliche Unterlagen

Je nach Einzelfall sind verschiedene Nachweise erforderlich, beispielsweise

  • Einkommensnachweise (z.B. Rentenbescheide, Gehaltszettel)
  • Nachweise über Ausgaben
  • Vermögensnachweise (z.B. Sparbücher, Bausparverträge)
  • ärztliche Gutachten und Unterlagen.

Hinweis: Erkundigen Sie sich schon vor der Antragstellung bei der für Sie zuständigen Stelle, welche Unterlagen Sie vorlegen müssen.

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Frist/Dauer

Bitte nehmen Sie so frühzeitig wie möglich Kontakt zum Sozialamt auf, um alles Erforderliche zu besprechen. Dort wird man Ihnen sagen, bis wann sie welche Unterlagen einreichen und welche Fristen sie einhalten müssen. Stellen Sie Ihren Antrag so früh wie möglich. Denn in der Regel ist es nicht möglich, Ansprüche rückwirkend geltend zu machen.

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Rechtsgrundlage
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verwandte Dienstleistungen

  • Landratsamt Reutlingen
  • Bismarckstraße 47
  • 72764 Reutlingen
  • Telefon 07121 480-0